Top-Secret-Places
Top-Secret-Places sind Orte, die aufgrund ihrer Geheimhaltung, ihrer historischen Bedeutung oder ihrer einzigartigen Eigenschaften geheim gehalten werden. Klassisches Beispiel ist Area 51.
| Ni’ihau, Hawaii, USA | Bei Ni’ihau handelt es sich um eine zu Hawaii gehörende 180 Quadratkilometer große Quasi-Privatinsel. 84 Menschen leben wie ihre Vorfahren auf dem Eiland. Sie sammeln und jagen. Die Insel wurde 1863 an reiche Plantagenbesitzer verkauft, und seit 1915 darf praktisch niemand mehr Ni’ihau betreten. Die hiesige Küstenwache patrouilliert in den vorgelagerten Gewässern und sorgt dafür, dass das auch so bleibt. Nur wer eine Einladung von einem Insulaner bekommt, darf das Eiland besuchen. Von offizieller Seite heißt es, man wolle die Sprache – hier wird noch ein hawaiianischer Dialekt gesprochen –, Kultur und die einzigartige Pflanzen- und Tierwelt bewahren. |
| Global Seed Vault, Spitzbergen, Norwegen | An diesem geheimen Ort, in einem Bunker 120 Meter tief in einem Berg, liegen tiefgefroren und wasserdicht eingeschweißt Nutzpflanzensamen eingelagert. Insgesamt sind es 250 Millionen Exemplare von 850.000 Saatgut-Sorten aus der ganzen Welt. Sollte es zu Katastrophen kommen, bei der natürliche Ressourcen und Pflanzenarten zerstört werden, finden sich in der Svalbard Global Seed Vault quasi Sicherungskopien. Der Zutritt ist nur Forschern und den Mitarbeitern des Projekts gestattet, das eine Art „Arche Noah“ für Pflanzen sein soll. |
| Mount Weather, Virginia, USA | Die Federal Emergency Management Agency, eine Art Katastrophenschutzbehörde, betreibt diese geheime Anlage. Es wird vermutet, dass sich unterhalb des Geländes ein Atombunker befindet, der hochrangige Mitglieder der Regierung im Falle eines Atomkriegs beherbergen soll. Die unterirdische Anlage beherbergt ein Krankenhaus, ein Krematorium, Restaurant-, Erholungs- und Schlafbereiche, ein Kraftwerk, sowie Radio- und Fernsehstudios, die Teil eines nationalen Katastrophenfallsystems sind. Einige Nebentunnel beherbergen 20 Bürogebäude, die bis zu drei Stockwerke hoch sind, wobei im Osttunnel ein Computerzentrum zur Simulation und Bewältigung von Krisen namens Contingency Impact Analysis System (CIAS) vorhanden sein soll. Heute sollen allein 673 Zivilangestellte im Mount-Weather-Komplex arbeiten. |
| Fort Knox, Kentucky, USA | An diesem geheimen Stützpunkt der U.S. Army im US-Bundesstaat Kentucky sollen nicht nur die Goldreserven der USA lagern, sondern auch wichtige Dokumente wie die Original-Unabhängigkeitserklärung oder die Magna Carta. Es sollen weit über 200.000 Goldbarren sein, die hier lagern, und zwar hinter einer 22 Tonnen schweren Stahltür, die angeblich jeder Sprengung widerstehen könnte. Das Gelände ist außerdem durch Stacheldraht und Minenfelder gesichert. Noch mehr Gold liegt nach den eigenen Angaben der U. S. Army in der Federal Reserve Bank of New York, allerdings auch solches von ausländischen Banken und Zentralbanken. |
| Insel Riems, Deutschland | Auf der Boddeninsel vor Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) gründete Friedrich Loeffler, Schüler von Robert Koch, im Jahr 1910 das weltweit erste Virusforschungsinstitut. Nachdem später vorübergehend die Nazis Biowaffen auf der Insel erforscht hatten, untersuchen bis heute Wissenschaftler des Friedrich Löffler Instituts auf Riems gefährliche Seuchen. Daher ist die Insel streng von der Öffentlichkeit abgeschottet. |
| Vatikanisches Geheimarchiv, Vatikan | Die Bibliothek dient als zentrale Forschungsbibliothek des Heiligen Stuhls und beherbergt eine der kostbarsten Sammlungen von Handschriften und Büchern weltweit. Die Sammlung umfasst Dokumente aus über zwei Jahrtausenden Geschichte. Z. B. über 1,1 Millionen gedruckte Bücher und ca. 8.500 Inkunabeln (Frühdrucke). Etwa 75.000 Handschriften (Codices), darunter der berühmte Codex Vaticanus, eine der ältesten fast vollständigen Bibelhandschriften. Des Weiteren eine umfangreiche Sammlung von Münzen, Medaillen, Stichen und Karten. Offiziell gegründet wurde die Bibliothek im Jahr 1475 durch Papst Sixtus IV., wobei die Ursprünge bis ins 4. Jahrhundert zurückreichen. Das Vatikanische Geheimarchiv ist möglicherweise die geheimste Bibliothek der Welt. Sie enthält auch die persönlichen Dokumente aller Päpste seit dem 8. Jahrhundert. Bis 1881 war der Zugang zu dem Archiv für alle nicht zum Vatikan gehörenden Persönlichkeiten nicht gestattet. Es bewahrt streng geheime Dokumente unter Verschluss auf. Nur Wissenschaftler, qualifizierte Gelehrte und Forscher haben Zugang. Sie können einen Leserausweis beantragen, um vor Ort zu arbeiten. Schätzungsweise gibt es in der Bibliothek 85 km Regale mit mehr als 35.000 Bänden. Zu den historischen Schätzen des Archivs zählen die päpstliche Bulle von Papst Leo X. aus dem Jahr 1521, mit der er Martin Luther exkommunizierte und die Reformation einleitete; Abschriften des Prozesses gegen die Tempelritter aus dem 14. Jahrhundert; Korrespondenz von Michelangelo (16. Jahrhundert) und Abraham Lincoln (19. Jahrhundert); und eine päpstliche Bulle aus dem Jahr 1198, die zu einem vierten Kreuzzug ins Heilige Land aufrief. Auch die Geheimnisse von Fatima wurden bis zu ihrer Veröffentlichung dort aufbewahrt. |
| Metro-2 (russisch Метро-2) | Dabei handelt es sich um ein mutmaßliches, geheimes unterirdisches Metrosystem in Moskau, das parallel zur öffentlichen U-BahOder n existieren soll. Das System soll strategisch wichtige Punkte wie den Kreml, das Hauptquartier des Inlandsgeheimdienstes FSB (Lubjanka), den Regierungsflughafen Wnukowo-2 und eine angebliche unterirdische Stadt in Ramenki miteinander verbinden, um der Staatsführung im Falle eines Atomkriegs eine sichere Evakuierung zu ermöglichen. Die Tunnel sollen deutlich tiefer liegen als die öffentliche Metro (teilweise bis zu 200 Meter), um direkten Treffern von Atombomben standzuhalten. Berichten zufolge werden dort spezielle Züge mit Batterie- oder Dieselantrieb eingesetzt, da die Tunnel oft keine stromführenden Schienen besitzen, um Funkenbildung oder Entdeckung zu vermeiden. |
| North Sentinel Island | Die Insel gehört zur Gruppe der Andamanen im Indischen Ozean und ist eine der am isoliertesten und gefährlichsten Inseln der Welt. Sie ist die Heimat der Sentinelesen, eines indigenen Stammes, der jeglichen Kontakt zur Außenwelt radikal ablehnt. Der Stamm lebt schätzungsweise seit bis zu 60.000 Jahren isoliert. Da sie keine Immunität gegen moderne Krankheiten wie Erkältungen oder Masern besitzen, könnte jeder Kontakt für sie tödlich enden. Besucher werden konsequent mit Pfeilen und Bögen sowie Speeren angegriffen. Über die Kultur der Sentinelesen ist wenig bekannt, außer dass sie Jäger und Sammler sind. Ihre Sprache ist für Außenstehende unverständlich. Weitere geheime Orte: |
| Royal Air Force Menwith Hill |
RAF Menwith Hill ist offiziell ein Stützpunkt der britischen Royal Air Force und einer der geheimsten Orte der Welt, da sie eine zentrale Rolle im globalen Überwachungsnetzwerk ECHELON spielt. Das ist ein weltweites System zur Abhörung und Auswertung von Satellitenkommunikation, das von den Nachrichtendiensten der sogenannten „Five Eyes“-Staaten (USA, Großbritannien, Kanada, Australien und Neuseeland) betrieben wird. Die Anlage in North Yorkshire gilt als eine der weltweit wichtigsten Stationen für elektronische Aufklärung (SIGINT) und globale Satellitenüberwachung. Obwohl die Basis dem britischen Verteidigungsministerium gehört, wird sie operativ von der US-amerikanischen National Security Agency (NSA) geleitet. Auch der britische Geheimdienst GCHQ ist dort präsent. Bis heute wird vermutet, dass von hier aus die Welt abgehört wird. Zutritt haben nur die Mitarbeiter von Echelon sowie der US-Behörde NSA. |