Rätselhafte Artefakte

Trotz aller Versuche der Wissenschaftler, sämtliche Rätsel der Geschichte zu lösen, steckt sie immer noch voller Geheimnisse. So gibt es etwa zahlreiche mysteriöse Artefakte auf der Welt, die bis heute ein Rätsel für die Wissenschaft sind.

Der Schwarze Stein (al-Hajar al-Aswad) ist ein zentrales islamisches Heiligtum, das in der östlichen Ecke der Kaaba in Mekka eingemauert ist. Nach islamischem Glauben stammt der Stein aus dem Paradies (Jannah) und wurde vom Engel Gabriel zur Erde gebracht. Ursprünglich soll er reinweiß gewesen sein und sich durch die Sünden der Menschen schwarz verfärbt haben. Eine andere Überlieferung besagt dass der Schwarze Stein schon am Anfang der Zeiten von Adam an der Kaaba angebracht wurde. Nach einer Tradition, die al-Azraqī in seiner Geschichte Mekkas zitiert, stürzte Gott zunächst Adam auf die Erde hinunter, wobei er ihn am Ort der Kaaba landen ließ, und sandte dann den Schwarzen Stein zu ihm hinab. Zu dieser Zeit war der Stein ebenfalls noch so weiß, dass er strahlte. Adam nahm den Stein und brachte ihn an dem Gebäude an. Die genaue Herkunft und die physikalische Beschaffenheit des Schwarzen Steins sind nicht bekannt; bisher wurde er nicht wissenschaftlich untersucht. Es gibt Spekulationen, dass es sich um einen Meteoriten handelt, allerdings wurde der Stein nie mit modernen wissenschaftlichen Methoden untersucht. Heute besteht der Stein aus mehreren Bruchstücken, die durch ein Bindemittel zusammengehalten und von einer massiven Silberfassung geschützt werden. Was genau er ist bleibt ein Rätsel.

Der berühmte Eisendolch aus dem Grab von Tutanchamun ist eines der faszinierendsten Objekte der ägyptischen Archäologie, da er aus einer Zeit stammt, in der die Eisenverhüttung in Ägypten noch weitgehend unbekannt war. Moderne Röntgenanalysen haben bestätigt, dass die Klinge aus Meteoriteneisen gefertigt wurde. Sie weist einen hohen Nickel- und Kobaltgehalt auf, der typisch für Eisenmeteoriten ist. Obwohl der Dolch über 3.300 Jahre alt ist, ist die Klinge kaum gerostet, was ebenfalls auf die spezielle Zusammensetzung des Meteoriteneisens zurückzuführen ist. Der Griff besteht aus getriebenem Gold und ist mit Einlagen aus Glas und Halbedelsteinen (wie Lapislazuli) sowie feinen Granulationen verziert. Kurz nach der Öffnung des Grabes (KV62) im Jahr 1922 kam es zu einer Reihe von Todesfällen unter den Beteiligten. Direkte Todesfälle, die spezifisch durch den Dolch verursacht wurden, sind nicht belegt. Allerdings steht der Fund im Zentrum des berühmten Mythos um denFluch des Pharao“.

So z. B. die eiserne Säule von Delhi. Sie ist 7,21 m hoch (davon 1,12 m im Boden); ihr ungefähres Gewicht beträgt etwa 6,5 Tonnen. Ihre hohe Witterungsbeständigkeit und fehlende Korrosion in den vergangenen 1600 Jahren konnte bisher nicht zufriedenstellend geklärt werden. Es gibt verschiedene Erklärungen. Die plausibelste Theorie ist, dass eine dünne Schicht aus „Misawite“ – eine spezielle Gitterstruktur eines Eisenhydroxids, die Eiserne Säule vor Korrosion bewahrt hat. Die  Schutzschicht breitete sich innerhalb von drei Jahren nach der Errichtung der Säule aus und wächst seitdem langsam weiter. Die Eiserne Säule wurde wahrscheinlich nicht gegossen, sondern nach der Methode des Feuerschweißens hergestellt. Die benötigten Temperaturen von etwa 1200 °C können durch das Verbrennen von Holzkohle unter stetiger Zufuhr von Sauerstoff erreicht werden. Der Phosphoranteil im Eisen der Säule beträgt über 0,1 Prozent im Gegensatz zu 0,05 Prozent im heutigen Eisen. Man vermutet dass der  Schutzfilm durch diesen hohen Phosphoranteil im Eisen katalysiert wurde . Bewiesen ist das aber nicht. Die Inder glauben, dass derjenige, der sich mit dem Rücken an die Eiserne Säule stellt, sie rückwärts mit den Händen umfasst und dessen Fingerspitzen sich dabei berühren, besonders viel Glück haben solle. Weitere rätselhafte Artefakte sind z. B. ein geheimnisvoller Riesenfinger aus Ägypten. An der Kuppe hängt lose ein gespaltener Nagel. Doch was aussieht wie ein mumifizierter Menschenfinger, kann eigentlich keiner sein – denn dieser hier ist 38 Zentimeter lang! Von der Größe her hätte ein zum Finger passender Körper etwa fünf Meter groß sein müssen. Gab es etwa Riesen in Ägypten? Der römische Historiker Flavius Josephus schrieb 79 nach Christus in seiner Geschichte des jüdischen Krieges: „Da waren gigantische Wesen. Viel größer und anders gestaltet als normale Menschen. Schrecklich anzusehen.“  Oder die myteriösen ICA-Steine, die in einer Höhle in der Nazca-Ebene entdeckt wurden. Die eingravierten Motive zeigen Organtransplantationen, Bluttransfusionen und angeblich Menschen, die auf gezähmten Dinosauriern reiten. Auf der ganzen Welt entdecken Forscher immer wieder rätselhafte Artefakte und Fundstücke aus längst vergangenen Zeiten.

Der Mechanismus von Antikythera Der Diskos von Phaistos Die Himmelsscheibe von Nebra
Der Cochno Stein Die Sabu-Scheibe Mysteriöse Nanoröhrchen
Die Baigong-Rohre Der Tecaxic-Calixhahuaca-Kopf König Pakals Grabdeckel
Die Dogu Figuren Die Glühbirnen von Dendera Die Steine von Ica
Die goldenen Flieger Der Saqqara Vogel Die Loretto Kapelle