Der Schatz des Montezuma

Montezumas Schatz soll aus Goldbarren, Schilden, Platten und Anhängern besetzt mit Smaragden und Rubinen im heutigen Wert von 10.000.000 US-Dollar bestehen. Montezuma soll den Schatz vor den spanischen Eroberern, vermutlich im Südwesten der USA (z. B. Utah, Arizona) oder in Mexiko versteckt haben. Er wurde bis heute nicht gefunden, zumal er auch mit einem tödlichen Fluch belegt sein soll, der diejenigen bestraft, die den Schazu suchen. 

Im Jahr 1519 landete der spanische Konquistador Hernán Cortés an der Küste des heutigen Mexiko. Cortés führte seine kleine Armee von Soldaten ins Landesinnere und begann, Allianzen mit verschiedenen indigenen Völkern einzugehen, darunter dem Tlaxcalteca-Stamm, einem langjährigen Feind der Azteken. Als die Spanier vor den Toren von Tenochtitlán, (dem heutigen Mexiko-Stadt) damals aber die Hauptstadt der Azteken, die im Zentrum des Texcoco-Sees lag, ankamen,  betraten sie das Reich eines Imperiums das aus den drei Stadtstaaten – Tenochtitlán, Tetzcoco und Tlacopan bestand. Es wird angenommen, dass etwa sechs Millionen Menschen unter die Domäne des Dreibunds fielen. Der Mann, der über das Imperium herrschte, war Montezuma II, der neunte aztekische Kaiser. Was als nächstes geschah, wurden von niemand anderem als Cortés selbst dokumentiert, der über ein Jahr später an den spanischen König schrieb. Montezuma soll die Spanier als wandelnde Götter angesehen haben, die eine lang gehegte aztekische Prophezeiung erfüllten, dass eines Tages eine mächtige fremde Armee kommen und sie unterwerfen würde. Jedenfalls lud Montezuma die Spanier dazu ein, zu bleiben. Eine Entscheidung die er bereuen sollte. Im Mai 1520 als Cortés nicht in der Stadt war, während des Toxcatl-Festes, als die Einwohner von Tenochtitlán im Großen Tempel den Gott Tezcatlipoca ehrten, versperrten spanische Soldaten die Tore und stürzten sich auf die unbewaffneten Feiernden und massakrierten sie zu Hunderten. In dem darauffolgenden Chaos erhob sich die aztekische Bevölkerung gegen ihre ausländischen Gäste. Die Spanier nahmen Montezuma gefangen. Cortés kehrte zurück, aber es war zu spät. Die spanische Position in Tenochtitlán war unhaltbar geworden und Anfang Juli 1520 beschlossen die Spanier, mitten in der Nacht zu fliehen. Angeblich nahmen die Spanier jedes Stück Gold, Silber und Edelstein an sich, das sie in die Finger bekommen konnten, und machten sich auf den Weg zu einem der Dämme, die über den See in die Stadt führten. Sie kamen nicht weit. Cortés und seine Armee von 500 Mann wurde fast vollständig ausgelöscht und ließen dabei alle erbeuteten Schätze im Texcoco-See zurück. Eine andere Version der Geschichte behauptet, dass die  Azteken, als sie im Jahr 1520 vor der Unterdrückung durch den spanischen Eroberer Hernán Cortés und seiner Gefolgschaft aus ihrer Hauptstadt Tenochtitlán fliehen mussten, sich dazu entschieden den Großteil ihrer Schätze in einem trockenen Flussbett zu vergraben, welches das Stadtgebiet umgab. Der Schatz wurde bis heute nicht gefunden. Montezuma wurde in dieser Nacht getötet, es wird vermutet höchstwahrscheinlich von den Spaniern.  Vielleicht wurde er aber auch von seinen  eigenen Leuten zu Tode gesteinigt, weil er den Spaniern erlaubt hatte, das Land der Azteken überhaupt zu betreten. Die Nacht wurde als „La Noche Triste“ („Die traurige Nacht“) bekannt. Cortés entkam, kehrte aber innerhalb eines Jahres mit einer neuen Armee zurück, die Tenochtitlán erfolgreich plünderte, den neuen Kaiser stürzte und dem großen Aztekenreich ein Ende setzte. Nachdem Hernan Cortez die Hauptstadt der Azteken-Nation (Tenochtitlan) erobert hatte, musste er zu seiner Enttäuschung feststellen, dass der Schatz des Montezuma verschwunden war. Laut der vorherrschenden Theorie ruht ein Teil der Schätze noch immer auf dem Grund des Sees, obwohl viele vergeblich danach gesucht haben. Der größte Teil der ursprünglichen Fläche des Sees wird heute von Mexiko-Stadt eingenommen. Lediglich ein kleines Gebiet des ursprünglichen Sees ist noch erhalten und befindet sich etwa vier Kilometer östlich von Mexiko-Stadt. Einer anderen Überlieferung zufolge sollen jedoch die Azteken die Schätze geborgen und, zusammen mit den sterblichen Überresten Montezumas, nach Norden gezogen sein, möglicherweise bis in den Süden von Utah. Unter Folter verriet einer der Azteken, dass der Schatz nach Norden gebracht und auf dem Grund eines Sees versteckt/versteckt worden sei. Cortez durchsuchte daraufhin ungefähr 5.000 Seen in den umliegenden Regionen, fand den Schatz jedoch nicht. Seither ist der Schatz des Montezuma verschollen. Wahrscheinlich wurde der Schatz überhaupt nicht in einem See versenkt, sondern eher fortgebracht und vergraben. Die Geschichte, dass der Schatz von den Azteken fortgebracht wurde,  wird insbesondere durch eine Legende belegt,  die von einer Gruppe von Azteken erzählt, die ihre Stadt verließen und in den Norden gingen, nachdem die Spanier 1520 abgezogen waren. Sie trugen alle Schätze des Aztekenreiches mit sich, einschließlich der Schätze aus der „La Noche Triste“, die sie zurückerobern konnten sowie den exhumierten Leichnam von Montezuma. Als sie einen unbekannten Ort in den Vereinigten Staaten erreicht hatten,  versteckten  sie dort den Schatz.

Die Legende stammt von indigenen Völkern die angeblich Zeugen der aztekischen Flucht waren, einschließlich des immensen Schatzes, der mitgenommen worden war. Die Geschichte wurde im Laufe der Jahrhunderte durch mündliche Überlieferung weitergegeben. An zahlreichen Orten wurde der Schatz bisher vermutet, wobei der bekannteste Utah ist, nachdem ein Goldschürfer namens Freddy Crystal im Jahr 1914 in der kleinen Stadt Kanab mit aztekischen Karten und einer Zeichnung einiger aztekischer Petroglyphen auftauchte. Diese Karten, die er angeblich in einem alten Kloster in Mexiko gefunden hatte, deuteten auf einen Ort in Utah hin, an dem der Schatz versteckt sein sollte. Die auf der Karte dargestellte Geographie ähnelte der Geographie von Süd-Utah, bzw. verwies auf eine Örtlichkeit am Rande der Stadt Kanab. Die Stadt ist umgeben von beeindruckenden Felsformationen, enge, durch fließendes Wasser geschaffene Schluchten und Sanddünen. Crystal suchte monatelang alle Canyons im Perspektivbereich der Karte ab. Schließlich habe er im November 1922, nach zwei Jahren, die in der Zeichnung beschriebenen Petroglyphen im Johnson Canyon gefunden. Der Johnson Canyon liegt etwa 18 km östlich von Kanab. Crystal fand im Canyon Stufen, die in die Höhe führten. Am Ende fand er eine falsche Wand in der Felswand. Freddy riss die falsche Wand ein und dahinter befand sich der Eingang zu einem langen dunklen Korridor. Auf beiden Seiten des Korridors befanden sich Statuen, die antiken Ursprungs zu sein schienen. Der Korridor endete an einer Felswand, die bei näherer Betrachtung wie eine weitere falsche Wand aussah. Crystal erzählte den Einwohnern von Kanab daraufhin von seiner Entdeckung und konnte diese überzeugen ihn bei der Schatzsuche zu unterstützen.  Das Gebiet wurde daraufhin  zwei bis drei Jahre lang intensiv untersucht. Angeblich wurden zahlreiche weitere falsche Wände, Räume und Korridore die zu weiteren Korridoren führten, gefunden. Der Schatz des Montezuma blieb aber weiterhin unentdeckt.  Im Laufe der Zeit verloren immer mehr Menschen das Interesse und hörten auf sich an der Suche zu beteiligen. An diesem Punkt kam Chrystal zu dem Schluss, dass er einer von den Azteken bewusst gelegten falschen Spur gefolgt war und dass der wahre Eingang zur Schatzhöhle am Fuß der Schlucht lag und nicht weiter oben am Canyonrand. Bedauerlicherweise waren die Abraumhalden der Aushubarbeiten aber auf den Grund des Canyons gekippt worden, und im Laufe der Monate und Jahre hatte sich der Abraumhaufen in einen kleinen Berg verwandelt, der sich nur schwer bewegen ließ. Das Crystal davon überzeugt war, dass der Schatz unterhalb des Abraumbergs liegen müsste, begann er diese abzuräumen. Am Ende tauchten aber nur die damals von ihm gefundenen Statuen wieder auf. Cristal verließ enttäuscht die Gegend und verschwand auf Nimmerwiedersehen. Der Abraumberg wurde nie vollständig abtransportiert und vielleicht liegt der Eingang zur Schatzhöhle tatsächlich darunter. Die von Freddy Crystal durchgeführten Ausgrabungen sind bis heute sichtbar. Viele der Korridore wurden wieder aufgefüllt aber ein kleiner Teil des eigentlichen Labyrinths, das Crystal entdeckte, ist noch erhalten. Was vom eigentlichen Höhlensystem übrig bleibt, ist aber für potentielle Schatzsucher gefährlich. Es gibt viele tiefe Löcher, die an verschiedenen Stellen entlang des Hauptkorridors in der Erde verschwinden. Auch ist der Eingang sehr gut versteckt und man kann direkt daran vorbeigehen ohne ihn zu sehen. In Kanab gibt es aber noch Einwohner die seinerzeit an den Ausgrabungen beteiligt waren und sich in dem Gebiet gut auskennen.

Im Zusammenhang mit dem Schatz der Azteken spielt auch die „Blind Frog Ranch“ in Utah eine Rolle. Die Schatzsucher von Utah ist eine Reality-TV-Serie, die ab 01.01. 2021 auf dem Discovery Channel in den USA ausgestrahlt wurde. Stand 2026 umfasst die Serie mittlerweile fünf Staffeln. Grundlage der Serie ist eine tatsächliche Schatzsuche. Denn es gibt Hinweise, dass dort in einem unterirdischen Höhlensystem Azteken-Gold  verborgen liegt. Diesen Schatz will der Landbesitzer Duane Ollinger mit einem Team von Schatzsuchern heben. Zu diesem Zweck hat er sein ganzes Vermögen in die 65 Hektar große Ranch investiert. Die Blind Frog Ranch liegt im Uinta-Becken, das dafür bekannt ist, dass hier übernatürliche Erscheinungen und Außerirdische gesichtet worden. Nicht weit von der Ranch entfernt befand sich einst eine Forschungsstation. Mitte der 1970er-Jahre wurde die Anlage von der NASA und der CIA übernommen. Zu welchem Zweck ist unbekannt.

Unterhalb der Blind Frog Ranch liegt ein drei Kilometer langes  Höhlensystem. Da es überflutet ist, kann es nur mit Hilfe von Tauchgängen erkundet werden.  Alternativ suchen die Schatzsucher auf der „Blind Frog Ranch“ einen trockenen Eingang zu dem Höhlensystem. Kurz zuvor wurde die gesamte Ranch mittels Bodenradar gescannt und dabei auch eine schlüssellochförmige Höhle entdeckt, in der der Schatz der Azteken vielleicht versteckt sein könnte. Die Schatzsucher haben im Uinta Basin aucgh mehrere Feuerstellen entdeckt, die aussehen wie Meiler. In solchen Schmelzern wurde im US-Bundesstaat Utah um das Jahr 1870 Gold, Silber und Zink verhüttet. Das bedeutet, bei dem unterirdischen Höhlensystem könnte es sich um ein Bergwerk handeln. Doch wo ist der Eingang? Bohrungen oberhalb der Schlüssellochhöhle sollen weitere Erkenntnisse liefern. Doch unterhalb von 30 Metern machte  extrem hartes Gestein dem Bohr-Equipment zu schaffen. Die Schatzsucher vermuten das unter der Erdoberfläche ein riesiger Meteorit liegt, der die Schlüssellochhöhle auf der „Blind Frog Ranch“ im Bundesstaat Utah wie eine Kuppel bedeckt.  Das würde erklären, warum das Bohrgerät in fast 40 Meter Tiefe völlig kapitulierte. Die Gesteinsbrocken aus dem Weltall enthalten häufig Eisen- und Nickelanteile und eine hohe Dichte, was den Bohrer beschädigen könnte. Als das Schatzsucherteam ihre Suche nach dem verschwundenen Gold der Azteken fortsetzen, führen ihre Bemühungen zu neuen bedeutsamen Funden. Aztekische Steinmarkierungen (wie die „Schildkröte“ oder den „Bären“, die als aztekische Wegweiser zum Schatz interpretiert werden), eine mysteriöse, gemeiselte Tafel, die tief in einer Höhle vergraben war und ein Unterwassertunnel. Das wirft die Frage auf: Ist das Schatzsucherteam beim Bohren auf einen unterirdischen Fluss gestoßen? Oder handelt es sich um ein von Menschenhand geschaffenes Leitungssystem? Nicht nur die Römer bauten Kanäle und Aquädukte, um Felder und Städte mit Wasser zu versorgen, auch die Azteken verfügten in dieser Hinsicht über breit gefächertes Wissen. hre Hauptstadt Tenochtitlán wurde inmitten eines Sees erbaut und nutzte ein ausgeklügeltes System unterirdischer Aquädukte, um das Wasser zu speichern und zu regulieren. Bei dem Versuch den Weg, den das Wasser unter Erdoberfläche nimmt zu folgen, führt das akustische Peilsignal die Schatzsucher fast fünf Kilometer entfernt von der „Blind Frog Ranch“ zu einem See – also vermeintlich in die falsche Richtung. Aber möglicherweise sind die Tunnel und Hohlräume alle miteinander verbunden. Es wurde ein überfluteter Tunnel entdeckt, der vom Calamity Lake zu einem zentralen Punkt, der als „Schlüssellochkammer“ bekannt ist, führt.Der überflutete Eingang zum unterirdischen Tunnelsystem liegt nur etwa einen Kilometer von der Schlüssellochhöhle entfernt. 

Der Calamity Lake ist ein flacher See in der Nähe der Blind Frog Ranch in Utah, der mit einem riesigen, unterirdischen, wassergefüllten Höhlensystem verbunden ist.

Von den Schatzsuchern bisher ausserdem gefunden wurden eine spanische Silbermünze, rätselhafte Metallsplitter in einer Tiefe von 30 Metern und eine Holzkiste, die bisher noch nicht vollständig geborgen werden konnte, da sie in einem schwer zugänglichen, überfluteten Höhlensytem liegt. Die Schatzsucher konnten jedoch Gesteinsproben aus der Kiste entnehmen. Die Kiste ist mit magmatischen Gestein gefüllt, welches sich von dem umliegenden Sedimentgestein unterscheidet. Analysen einer Holzprobe der Kiste haben ergeben, dass sie aus dem 16. Jahrhundert stammt. Weitere Analysen von entnommenen Gesteinsproben ergaben das darin das seltene Metall Galium enthalten war. Das silberweiße Metall wurde erst im Jahr 1875 von einem französischen Chemiker entdeckt. Das ist rätselhaft, denn wie kamen die metallhaltigen Steine in eine Kiste, die laut Radiokarbondatierung ca. 500 Hahre alt ist.  Den Azteken jedenfalls war das Metall Galium unbekannt. Der Hohlraum in dem sich die Kiste befindet ist überflutet und zudem tonnenweise durch Felsbrocken blockiert, was eine Bergung extrem schwierig macht. Bei dem Versuch mit Hilfe einer Sprengung in die Höhle zu gelangen, wurde eine Überflutung ausgelöst. Der Zugang steht nun unter Wasser, sodas dort nicht weiter gegraben werden kann.  Das Schatzsucherteam  sucht daher an einer anderen Stelle nach einem Zugang. Dort in der Nähe  hatten sie Perlen gefunden, die von den Ureinwohnern stammen könnten. Diese Theorie wurde von einem Experten bestätigt. War die Perlenfundstelle einst eine Opferstätte? Die Schatzsucher haben einen flachen Stein entdeckt, der Teil eines Altars gewesen sein könnte und diese Theorie stützt.  Gefundene verbrannte Tierschädel sind weitere Indizien. Denn die Azteken brachten regelmäßig Opfer dar, um die Gunst ihrer Götter zu gewinnen oder deren Schutz zu erlangen. In historischen Aufzeichnungen ist von Pumas, Jaguaren, Wölfen, Krokodilen und Schlangen die Rede. Die zahlreichen anderen Funde von Artefakten der Ureinwohner (Pfeilspitzen, Mahlsteine) bestärken das Schatzsucherteam darin, weiterzusuchen. Eine der Pfeilspitzen war aus Obsidian angefertigt. Das vulkanische Glas wird seit Jahrtausenden zur Herstellung von Werkzeugen und Waffen verwendet. Seine molekulare Struktur erlaubt es, Klingen daraus zu schleifen, die schärfer sind als Stahl. Und die größten Vorkommen weltweit befinden sich in Mexiko – dem ehemaligen Aztekenreich. Die Schatzsucher haben in der Nähe der Ranch auch eine Steinmarkierung entdeckt, die auf einen Felsen hinweist, der einer Schildkröte ähnelt. Die Silhouette eines Bären im Gestein könnte einen weiteren wichtigen Hinweis liefern. 

Bisher wurde kein Schatz in Utah gefunden. Das einzige Goldstück, das nachweislich als Teil von Montezumas Schatz identifiziert wurde, wurde 1981 in Mexiko-Stadt von Bauarbeitern gefunden.

Auch die sagenhafte Lost Rhoades Mine, in manchen Berichten auch als Josephine Mine bekannt, ist eine legendäre Goldmine. Sie befindet sich vermutlich in den Uinta Mountains im Nordosten Utahs.  Die Mine wird häufig mit spanischen Entdeckern in Verbindung gebracht , die angeblich vor den Mormonenpionieren in der Region aktiv waren. Die Legende der verlorenen Rhoades-Mine geht auf Thomas Rhoads zurück, ein mormonischer Siedler und Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Im Jahr 1852 wurde Rhoades von dem Präsidenten der Kirche Jesu Christi Brigham Young beauftragt, Gold aus einem geheimen Vorkommen zu bergen, dass den den Anführern des Ute-Stammes , insbesondere dessen Häuptling Wakara, bekannt war.  Wakara  und später Arapeen solln Young den Zugang zu dem Gold gestattet haben, um die finanzielle Not der Kirche zu lindern. Das indigene Volk der Ute bewohnte damals weite Teile des heutigen Utah und Colorado sowie Gebiete im Norden von New Mexico und Arizona. Der Standort wurde unter der Bedingung preisgegeben, dass das Gold ausschließlich der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage zugute kommen dürfe. Die Bedingungen umfassten Geheimhaltung, beschränkten Zugang und die Aufsicht durch die Ute. Thomas Rhoads und später sein Sohn Caleb Rhoades brachten über Jahrzehnte hinweg regelmäßig große Mengen Gold nach Salt Lake City. Historische Aufzeichnungen bestätigen auch, dass Thomas Rhoades 1852 große Mengen Goldstaub bei der Münzstätte Deseret Mint hinterlegte (heutiger Wert ca. 445.000 $). Vermutlich wurde das Gold für die Prägung mormonischer Münzen und die Vergoldung des Angel Moroni auf dem Salt Lake Temple verwendet. 1905 war Schluss. Caleb Rhoades starb in diesem Jahr und nahm das Geheimnis um den Standort der Mine mit ins Grab. Soweit die Legende.  Trotz zahlreicher Suchaktionen konnte die Lost Rhoades Mine  bis heute nicht gefunden werden.

Anmerkung des Autors: Die langwierige immer wieder mit neuen Schwierigkeiten  kämpfende bisher erfolglose Suche erinnert an eine ähnliche Schatzsuche auf Oak Island. In beiden Fällen stellt sich die Frage, ob es sich tatsächlich um existierende Schätze und reale Schatzsuche handelt, oder nur Fernsehunterhaltung ist. Real ist zumindest die Blind Frog Ranch. Sie  liegt im Uintah Basin in Utah, etwa 40 km von Vernal entfernt. Die Schatzsucher folgen einem gefluteten unterirdischen Tunnelsystem, das vom Calamity Lake zurück zur sogenannten „Schlüssellochhöhle“ auf dem Ranch-Gelände führen soll. Der Calamity Lake wird als Ausganngspunkt für Tauchgänge genutzt, um in das Höhlensystem unter der Ranch einzudringen. Er soll etwa 3 Meilen (ca. 4,8 Kilometer) westlich der Blind Frog Ranch liegen  und dient als Abfluss der als Pole Creek bezeichneten geologischen Senke. Die Senke in den Uinta Mountains im Duchesne County, Utah ist eine ehemalige Höhle, die in sich zusammenfiel. Sie dient als Eingang zu einem größeren unterirdischen Karstsystem; Sie ist  vor allem für ein Naturphänomen bekannt, bei dem ein oberirdischer Bach, der Pole Creek, direkt in ein unterirdisches Flusssystem mündet. Real dürften auch die Schätze selbst sein. Für deren Existenz gibt zahlreiche Indizien und teilweise auch Beweise. Bei den jeweiligen Schatzsuchen verhält es sich zumindest  bei den derzeit laufenden Fernsehformaten wahrscheinlich um Reality-TV mit dem Zweck der Untehaltung. Die Blind Frog Legende spricht von sieben Goldminen in den Uintas Mountains. In der Gebirgsregion wurden tatsächlich Ruinen alter Schmelzöfen und spanische Symbole in Felsen gefunden, was auf Bergbauaktivitäten vor der Ankunft der Siedler hindeutet. Hinzu kommen Frachtbriefe und historische Berichte über den Bergbau. Es gibt aber geologische Einwände gegen die Existenz von Goldminen in der Gegend.  Die Gesteinsformationen der Uinta Mountains  bestehen hauptsächlich aus Quarzit und Sedimentgestein, was untypisch für größere Goldadern ist. Dennoch geht die Suche weiter. Gesucht wird vorwiegend in Gebieten wie Rock Creek, Blind Stream und den Rhoades Canyon.