Göbekli Tepe
Göbekli Tepe (dt. ‚Hügel mit Nabel‘) ist ein prähistorischer Fundort der vor ca. 12.500 Jahren errichtet wurde.
Es wurden bisher sieben kreisförmige Steinanlagen ausgegraben, die aus zum Teil reliefierten T-förmigen Pfeilern bestehen. Geophysikalischer Untersuchungen lassen kann vermutet werden, dass über 200 weitere Pfeiler in etwa 20 Kreisanlagen noch unter dem Erdboden vergraben liegen. Die einzelnen Pfeiler sind dabei bis zu 6 Meter hoch, bis zu 20 Tonnen schwer und waren in aus dem anstehenden Felsen geschlagene Sockel eingepasst. Göbekli Tepe liegt in Südanatolien auf dem mit 750 Metern höchsten Punkt der Bergkette von Germus. Bei Göbekli Tepe handelt es sich nach Meinung der Archäologen wohl um die derzeit älteste bekannte Tempelanlage der Welt. In der ältesten Siedlungsschicht (Schicht III) kamen monolithische Pfeiler zum Vorschein, die mit grob geschichteten Mauern zu kreisförmigen oder ovalen Anlagen verbunden waren. In der Mitte des Komplexes stehen jeweils zwei noch größere Pfeiler. Die Pfeiler sind T-förmig, aber aus einem Stück gehauen. Bisher wurden vier solcher Bauwerke mit Durchmessern zwischen 10 und 30 m entdeckt. Wahrscheinlich gibt es noch 16 weitere Anlagen mit insgesamt etwa 200 Pfeilern. Geophysikalische Untersuchungen scheinen das zu bestätigen. Zur jüngeren Schicht II (Präkeramisches Neolithikum B) gehören mehrere aneinander grenzende rechtwinklige Räume mit Estrich aus geschliffenem Kalk. Die in Göbekli Tepe gefundenen Monolithe sind mit Tierreliefs oder abstrakten Piktogrammen verziert. Die sehr sorgfältig bearbeiteten Tierreliefs zeigen Löwen (oder Tiger oder Leoparden), Stiere, Gazellen, Schlangen, andere Reptilien, Geier, Kraniche, Ibisse und Skorpione. Obwohl die archäologische Stätte bereits seit Anfang der 1960er-Jahre bekannt war identifizierte erst der Archäologe Klaus Schmidt im Oktober 1994 die offenliegenden Teile der Anlage als eindeutig jungsteinzeitlich. Die Entdeckung der Ruinen von Göbekli Tepe gelten bis heute in der Archäologie als Sensation. Die Ruinen werden seit Mitte der 1990er-Jahre von Mitarbeitern des Deutschen Archäologischen Instituts ausgegraben. Bisher wurden nur 1,5 % des Areals freigelegt. Eine vollständige Ausgrabung ist nicht geplant. Die Funktion der Anlage ist umstritten. Am plausibelsten erscheint aber die Theorie des Ausgräbers Klaus Schmidt, dass es sich um ein steinzeitliches Bergheiligtum gehandelt habe.
Freigelegt wurden bisher 4 einzelne Anlagen A, B, C und D. Anlage A ist die erste ausgegrabene Anlage. Sie hat eine etwa quadratische Form, wobei mehrere Pfeiler und mächtige Mauern von mehr als einem Meter Dicke um ein zentrales Pfeilerpaar angeordnet sind. Die Pfeiler sind T-förmig, aber aus einem Stück gehauen. Drei der Pfeiler aus Anlage A tragen Reliefs. Sie zeigen Schlangendarstellungen. Des Weiteren die Vorderansicht eines Rinderschädels mit Gehörn sowie eine Tiergruppe, bestehend aus Stier, Fuchs und Kranich. Anlage B wurde nach Anlage A freigelegt. Sie besteht einem Zentralpfeilerpaar, um die mehrere durch Mauern verbundene Pfeiler konzentrisch angeordnet waren. Neben den beiden Zentralpfeilern waren nur zwei weitere Pfeiler in Anlage B mit Reliefs versehen. Ein Flachrelief zeigt vermutlich ein reptilartiges Wesen. Etwas östlich der Anlagen A und B befindet sich die Anlage C. Sie besteht aus vier konzentrischen Mauerringen um ein Zentralpfeilerpaar. Anlage C hat einen Gesamtdurchmesser von mehr als 30 Metern. Die Reliefs in dieser Anlage werden von Wildschwein-Abbildungen dominiert. Auf einem der Pfeiler ist die nahezu vollplastische Darstellung eines Raubtiers zu sehen. Anlage D ist nicht nur die größte, sondern auch die am reichsten ausgestaltete Anlage. Sie wurde oval mit einem maximalen Innendurchmesser von 20 Metern erbaut. Ihre Zentralpfeiler sind über 5 Meter hoch. Sie überragen die weiteren Pfeiler im Kreis um mindestens einen Meter. In der Anlage D ist nahezu jeder Pfeiler mit Reliefs verziert, vor allem mit Tierdarstellungen. Zu sehen sind Reliefs mit Darstellungen von Schlangen, Stier, Fuchs, Onager und Spinnen oder Insekten. Des Weiteren sind drei Reliefs mit Vogeldarstellungen, darunter die Darstellung zweier Kraniche, zu sehen. Die Formgebung der Pfeiler mit den seitlich dargestellten Arme lässt vermuten, dass es sich um Darstellungen von Wesen aus einer anderen Welt handeln. Allerdings weichen sie erheblich von realistischen Menschen- und Tierdarstellungen dieser Zeit ab. Besondere Aufmerksamkeit verdient der Pfeiler 43 in Anlage D (auch Geierstein genannt) . Forscher von der University of Edinburgh veröffentlichten Studien, in denen der Pfeiler 43 als ein astronomisches Denkmal interpretiert wird. Die Tiersymbole auf der Säule (wie der Skorpion oder der Geier) seien antike Entsprechungen zu heutigen Sternbildern des Tierkreises (z. B. Skorpion, Schütze). Die runde Scheibe über dem Flügel des Geiers wird als Symbol für die Sonne interpretiert, die zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem bestimmten Sternbild stand. Neuere Analysen deuten auch darauf hin, dass V-förmige Markierungen auf den Säulen als Zählmaßstab für Tage gedient haben könnten. Zum Beispiel wurde auf Pfeiler 43 eine Zählweise festgestellt, die einem Sonnenjahr mit 12 Mondmonaten plus 11 zusätzlichen Tagen entspricht. Ein spezielles „V“-Symbol am Hals eines vogelähnlichen Wesens wird als Darstellung der Sommersonnenwende interpretiert. Eine zentrale Theorie besagt dass die Symbole auf Säule 43 einen Kometeneinschlag dokumentieren, der um 10.950 v. Chr. stattgefunden haben soll. Dieses Ereignis wird mit dem Beginn der „Jüngeren Dryaszeit“ in Verbindung gebracht – einer plötzlichen Kälteperiode, die das Aussterben der Megafauna (wie Mammuts) und den Übergang zum Ackerbau beschleunigt haben könnte. Der italienische Archäoastronom Giulio Magli schlug vor, dass die Ausrichtung der gesamten Tempelanlagen auf den Aufgang des Sterns Sirius ausgerichtet waren, der zu dieser Zeit erstmals ,am Horizont dieser Breitengrade sichtbar wurde.
Jeder, der Göbekli Tepe besucht, ob Wissenschaftler oder normaler Mensch, erkennt sofort, dass dieser Ort voller ungelöster Rätsel und Geheimnissen ist. Steinzeitmenschen errichteten in uralten Zeiten zahlreiche megalithische Steinkreise. Erbaut aus zum Teil gigantischen Steinblöcken. Der Bau der Anlage erforderte eine komplexe Organisation. Schätzungsweise wären bis zu 500 Menschen nötig gewesen, um die 10–20 t (im Einzelfall auch 50 t) schweren Pfeiler in den Steinbrüchen der Umgebung zu brechen und 100–500 m weit zu transportieren. Fachlich versierte Baumeister müssen die Anlage entworfen, Arbeiter die Kalksteinsäulen aus dem Steinbruch gemeißelt und Transporteure diese auf den Hügel gebracht haben. Wieso aber primitive Steinzeitmenschen plötzlich ein derartiges Bauwerk errichteten , wie sie die Steinbrucharbeit bewerkstelligen und wie sie die schweren Steine überhaupt bewegen konnten, kann bis heute niemand eindeutig beantworten. Die Theorie, dass Außerirdische eine Rolle bei Göbekli Tepe mitgespielt haben könnten, beschäftigt die Anhänger der Prä-Astronautik schon lange. Auf einigen der teilweise mehr als vier Meter hohen Säulen sind Bildern von Köpfen, Armen und Händen zu sehen. Die humanoiden Figuren stellen aber möglicherweise keine Menschen dar. Es könnten Außerirdische sein. Auf den Skulpturen sind humanoiden Figuren zu sehen, die Kleidung tragen, die nicht in jene Zeit passt, in der die Anlage errichtet wurde. Die Menschen dieser Zeit trugen Felle, doch hier sehen wir V-förmige Motive. Auch können die massiven Steine, die zum Bau der Anlage verwendet wurden, von primitiven Menschen ohne Hilfe nicht bewegt worden sein. Es verdichtet sich die Annahme, dass Außerirdische gekommen sind und die Anlage gebaut oder beim Bau geholfen haben. In dem prähistorischen Komplex wurden weder Feuerstellen noch Hinweise auf die Haltung von Nutztieren gefunden. Daraus schließen die Archäologen, dass die Menschen dort zur Jagd gingen und noch nicht sesshaft waren. Seit 2018 gehört der Ausgrabungsort in der Türkei zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Zwischen 1860 und 1863 wurden im Alexander-Newski-Kloster in St. Petersburg bemerkenswerte Pseudepigraphen des Alten Testaments wiederentdeckt. Es handelt sich um die Apokalypse des Abraham, ein bedeutendes Werk der frühjüdischen Apokalyptik, das vermutlich im späten 1. oder frühen 2. Jahrhundert n. Chr. verfasst wurde. Teil 1 (Kapitel 1–8) erzählt von Abrahams Abkehr vom Götzendienst seines Vaters Terach und seiner Bekehrung zum wahren Gottesglauben. Teil 2 (Kapitel 9–32) erzählt von einer visionären Himmelsreise Abrahams unter der Führung des Engels Jaoel. Abraham erhält Offenbarungen über die Geschichte Israels, den Fall des Tempels und das Schicksal der Welt. In dem Text wird quasi beschrieben, wie Abraham von Engeln in den Himmel emporgehoben wird. Der parawissenschaftliche Autor Erich von Däniken interpretierte die Abraham-Apokalypse als Bericht über einen Kontakt mit Außerirdischen. Däniken deutet die Emporhebung in den Himmel als physischen Transport in einem Raumschiff. Die in der Apokalypse erwähnten leuchtenden Erscheinungen und Feuerwagen interpretiert er als technische Beschreibungen von Antriebssystemen oder Fluggeräten. Däniken argumentiert auch, dass Abraham Informationen über das Universum erhielt, die für die damalige Zeit zu fortschrittlich gewesen seien und daher nur von einer höher entwickelten Zivilisation stammen konnten.