Geister

Geister sind immaterielle oder (zumeist) „feinstoffliche“ Wesen, die weder menschlich noch göttlich sind,  denen aber übermenschliche, jedoch begrenzte Fähigkeiten zugeschrieben werden. Es sind oft nur der nach dem physischen Tod zurückbleibende  Ätherleib, der energetische Zwilling des physischen Körpers. Er ist die Summe der Lebenskräfte, die alle Organismen beleben, trägt die Vererbung und die individuellen Merkmale des Körpers und sorgt dafür, dass ein Mensch eine wiedererkennbare, individuelle Form.  Wird die Silberschnur die den physischen Körper mit dem Astralkörper verbindet durch gewaltsamen Tod abrupt getrennt, reist der Astrakörper miit der Seele in die Astralwelt (feinstoffliche Ebene), der physische Leib zerfällt und der ätherische Leib bleibt zurück. Durch das ganze Leben  hindurch ist er durch den Körper modelliert worden, sozusagen ein Gewohnheitenmuster des Körpers. Falls der Körper also die Gewohnheit hatte an einen bestimmten Platz zu gehen, dann wird der Ätherleib noch eine ganze Weile ein Gleiches tun, bis vielleicht in Jahunderten die ätherische Kraft schwindet und Ätherleib sich auflöst. Der äthterische Leib, ist derjenige der bei Seancen aufgerufen werden kann, und Botschaften von der jenseitigen Welt überbringen kann.

Engel, Dämonen, Teufel, Totengeister und sogar einige Naturgeister (Beispiel Feldgeister in Bocksgestalt nach Jes. 13,21) gelten im Christentum als Realität. Unterschieden wird auch zwischen Ahnen- und Totengeister, die meist von nicht vorschriftsmäßig Bestatteten oder gewaltsam zu Tode Gekommenen, also von Menschen stammen und  Naturgeister, die entweder in Verbindung mit einem bestimmten Ort, z. B. eine Pflanze, ein Baum oder ein Gewässer, in der Natur oder als deren „Seele“ verstanden werden. Hamadryaden hießen bei den alten Griechen jene Waldnymphen, von denen man sagte, dass sie in Bäumen leben und auf das Engste mit dem Schicksal des Baumes verbunden sind. Sie leben so lange wie der Baum lebt, dessen Seele sie sind. Der Physiker Gustav Theodor Fechner (1801-1887) war der Meinung, dass alle Pflanzen beseelt sind. Neben den Naturgeistern gibt es noch verschiedene andere Arten: Geister der Verstorbenen im Ahnenkult, Totengeister, Gespenster (= spukende Totengeister), Haus- und Herdgeister, Engel (= geflügelte Geistwesen in Menschengestalt), Dämonen (unheilbringende Geistwesen) und Teufel (= Geistwesen, die der Gottheit oder seiner Ordnung übelwollend eingestellt sind). Mit den Gespenstern und Geistern im deutschen Volksglauben sind die Yōkai, Geister des japanischen Volksglaubens vergleichbar. Yōkai (allgemein), umfassen verschiedene übernatürliche Wesen wie Gespenster, Dämonen und beseelte Objekte. Sie sind oft mit unerklärlichen Phänomenen verbunden, haben unterschiedliche Charaktere (von freundlich bis bösartig) und erscheinen in vielen Formen, darunter rachsüchtige Seelen, Baumgeister, Gestaltwandler und Hexen. Einige Geschichten erzählen von Yōkai, die sich mit Menschen fortgepflanzt haben, um Halb-Yōkai hervorzubringen. Viele dieser Geschichten beginnen als Liebesgeschichten, aber nehmen kein gutes Ende wegen der vielen Hindernisse, die einer Beziehung zwischen Mensch und Yōkai entgegenstehen. Einige Yōkai vermeiden Kontakt mit Menschen und leben in unbewohnten Gebieten weit entfernt von menschlichen Behausungen. Andere wiederum leben bei menschlichen Siedlungen, weil sie von den Menschen oder der Wärme menschlicher Häuser durch Feuer angezogen werden. Durch Waffen sind die meisten Yōkai nicht verwundbar, aber shintoistische Exorzisten oder buddhistische Mönche besitzen die notwendigen Kräfte, um sie zu bekämpfen, ähnlich dem Exorzismus.

Die Elementargeisterlehre des Paracelsus basiert auf der Idee von feinstofflichen Wesen, die in den Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde organisiert sind. Agrippa von Nettesheim unterscheidet in seinem Werk „De occulta philosophia“ (1531)  vier Klassen der Feuer-, Wasser-, Luft- und Erdgeister. Als Herrscher über die Elemente und ihre Geister verortet er die vier Engel Seraph/Nathaniel (Feuer), Tharsis (Wasser), Cherub (Luft) und Ariel (Erde). Für den Theosophen Franz Hartmann sind die Elementargeister, wie auch für  die Rosenkreuzer  Naturkräfte, vergleichbar mit Licht, Wärme, Luft und Elektrizität, blinde Werkzeuge zur Ausführung der Naturgesetze.  Paracelsus stellt in seinem „Liber de nymphis, sylphis, pygmaeis et salamandris, et de caeteris spiritibus“ (1566) eine umfassende Elementargeistersystematik vor. Er beschreibt auch missgestaltete Varietäten, z. B. Sirenen (Wasser), Riesen (Luft), Zwerge (Erde) oder Irrlichter (Feuer). Paracelsus zufolge seien die Elementargeister den Menschen sehr ähnlich beschaffen: Wie die Menschen besitzen sie einen körperlichen, äußerst subtilen Leib, der es ihnen ermöglicht sich sowohl in ihrem Element als auch in der Menschenwelt aufzuhalten und einen Astralleib. Der Hauptunterschied zwischen Menschen und Elementargeistern besteht nach Paracelsus darin, dass letztere keine Seele besitzen und damit trotz ihrer Langlebigkeit keinen Anteil am Ewigen Leben haben. Die Elementargeister gehören eigentlich zu den Dämonen und haben den Wunsch, mit Menschen eine Partnerschaft einzugehen. Sie besitzen nämlich keine Seele, können diese aber durch die Ehe mit einem Menschen erwerben. Besonders die Undinen versuchen dies. Während die Undinen etwa die Größe von Menschen haben, so Paracelsus, sind die Elementargeister der Luft größer und stärker. Die Salamander sind lang, schmal und dürr, die Gnomen etwa zwei Spannen (0,4 m) hoch, können sich aber zu riesiger Größe ausdehnen. Die Geister der Luft und des Wassers sind menschenfreundlich, die Salamander können, als Feuerwesen, keinen Kontakt mit Menschen haben.

Die Welt der Gnomen Gnomen sind Energiezentren, daher besteht ihre Hauptaufgabe darin, die Entwicklung der Pflanzen und Mineralien zu fördern, die ihnen anvertraut sind. Sie führen Mineralien, besonders Edelsteinen und Pflanzen ätherisch-elektrische Energieströme zu, die die Bewegungen der Atome anregen. Es gibt männliche und weibliche Gnomen. Sie halten sich vornehmlich in wenig bewohnten Gegenden auf., wie abgelegene Gebirgsgegenden und Wälder.
Die Welt der Nixen Nixen bzw. Undinen sind sehr menschenähnlich. Es soll Undinen mit einem jungfräulich-weiblichen Körper geben. Sie halten sich anWald- und Bergseen, Wasserfällen, Quellen, Bächen, und auch im Meer auf. Aufgabe der Nixen ist es, allem im Wasser Befindlichen, Pflanzen, Tieren, Mineralien, ätherisch-elektrische Imponderabilien (Lebenssströme) zuzuführen.
Die Welt der Sylphen Sylphen (Elfen) sind von allen Naturgeistern am menschenähnlichsten. Obwohl wie auch die Undinen geschlechtslos, haben sie weibliche Körper. Die aurische Strahkraft der Sylphen stärkt den Wachstumsverlauf im Bereich der Mineralien und Pflanzen.
Die Welt der Sturmgeister Sturmgeister sind ausschließlich männlich und geschlechtslos wie Nixen und Sylphen. Sie halten sich am liebsten einige Tausend Meter über Meeren, Seen oder flachem Land auf. Auch im Hochgebirge sid sie anzutreffen. Sonnenlicht hemmt ihre Bewegungsfähigkeit.
Die Welt der Salamander Ebenfalls geschlechtslos haben Salamander einen männlichen Körper. Weiter entwickelt gibt es auch weibliche Feuergeister. Wo Flammen züngeln, dorthin zieht es sie. Dauernden Aufenthalt nehmen sie in aktiven Vulkanen. Bei Unwetter sind sie in ständigem Kampf mit den Sturmgeistern. Bei Gewitter fahren sie den Blitzen nach.

Auch im Wirken der Rosenkreuzer spielten die Elementar- bzw. Naturgeister eine wichtige Rolle. Sollen die Rosenkreuzer sich doch auf die Bereitung des Lapis Philosophorum verstanden haben, der unedle Metalle in Gold verwandeln konnte. Und eben bei der Transmutatio metallorum, dem Goldmachen, standen den Alchemisten die Naturgeister zur Seite. Diese entfesseln die Kraft der Projektion, jenes geheimnisvolle Prinzip, das die Transmutation bewerkstelligt. 

Kachinas sind  Geistwesen in der Mythologie der Pueblo-Kulturen (insbesondere der Hopi und Zuni) im Südwesten der USA  (wahrscheinlich waren es Ausserirdische bzw. Astronauten, wie sie auch in anderen Kulturen im heutigen Ecuador, Kolumbien oder in Asien erschienen sind). Sie werden von den Hopi als Mittler zwischen der Menschenwelt und der göttlichen Sphäre verehrt. Die Geistwesen verkörpern Naturphänomene (wie Regen oder Wind), Ahnen oder Tiere und fungieren als Boten und Beschützer. Es gibt über 500 verschiedene Kachina-Geister (Katsinam), die für die Hopi als Lebensbringer gelten.

Eine Form des Geisterglaubens, bei der es hauptsächlich um Kontaktaufnahme geht, nennt man Spiritismus. Verschiedene Arten von Geistwesen sind z. B. geflügelte Geistwesen in Menschengestalt, die Engel. Unheilbringende Geistwesen, die Dämonen oder solche Geistwesen, die der Gottheit oder seiner Ordnung übelwollend eingestellt sind die Teufel. Engel, Dämonen, Teufel und Totengeister  gelten auch im Christentum als Realität.

Die Theosophische Gesellschaft wurde  u. a. dazu gegründet, Elementargeister zu erforschen. Am Ende des 19. Jahrhunderts berichteten Theosophen davon, selbst Elementargeister gesehen zu haben, und es wurden Rituale entworfen, um diese zu beschwören und zu heiraten. Der Theosoph Rudolf Steiner übernahm in die von ihm begründete Anthroposophie die Elementargeistersystematik des Paracelsus und deutete diese Wesen als Naturgeister. Der deutsche Theologe Agrippa von Nettesheim hingegen unterscheidet in seinem Werk „De occulta philosophia“ (1531)“ die vier Klassen der Feuer-, Wasser-, Luft- und Erdgeister. Als Herrscher über die Elemente und ihre Geister verortet er die vier Engel Seraph/Nathaniel (Feuer), Tharsis (Wasser), Cherub (Luft) und Ariel (Erde).

Anmerkung des Autors:  In vielen Zeitungen der Welt machte in letzter Zeit die Geisterphotographie von sich reden. Dale Kaczmarek ist Präsident der „Ghost Research Society“ (GRS). Kaczmarek hat bereits 4000 Geisterfotos untersucht. Und er ist sich sicher, das es tatsächlich Bilder von Gespenstern gibt. Die Ghost Research Society (GRS) ist eine internationale Organisation zur Untersuchung paranormaler Phänomene mit Sitz in Oak Lawn, Illinois. Die GRS setzt stark auf Technologie wie Spirit-Boxen, Radargeräte und Kameras, um Beweise für Geister und Poltergeister zu sammeln. Viele Geisterfotos aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert konnten als Fälschungen entlarvt werden. Sie entstanden  meist durch optische Phänomene wie Doppelbelichtungen, Geisterflecke (Orbs) oder Pareidolie (das Erkennen von Gesichtern in zufälligen Mustern). Doch einige Foto bleiben unerklärbar.

Ein bekanntes, angeblich unerklärliches Geisterfoto aus der Region North Yorkshire stammt aus dem Jahr 1963. Reverend Kenneth F. Lord fotografierte den Altar der Church of Christ the Consoler in Newby Hall, wobei ein unheimliches, in ein Laken gehülltes Wesen mit maskenhaftem Gesicht auf dem Bild erschien. Das Gesicht wirkt wie eine Maske, und die Figur scheint nicht Teil der normalen Kirchenausstattung zu sein. Analysen konnten das Bild trotz der Ähnlichkeit zu Doppelbelichtungen nie vollständig als Fälschung entlarven, was es zu einem der berühmtesten „Geisterfotos“ macht. Der Bachelor’s Grove Friedhof  ist ein historischer, verlassener Friedhof im Bremen Township bei Chicago, Illinois, der für angebliche paranormale Aktivitäten und Geistererscheinungen bekannt ist, wie das berühmte „Madonna von Bachelor’s Grove“-Foto. Die Weiße Madonna erscheint bei Vollmond und trägt ein Baby auf dem Arm. : Im Jahr 1984 berichteten Zeugen, zahlreiche Gestalten in Mönchskutten auf dem gesamten Friedhof gesehen zu haben. Ein bemerkenswertes Foto, das in der Chicago Sun-Times veröffentlicht wurde und angeblich eine transparente Frau auf einem Grabstein zeigt; die Erscheinung war zum Zeitpunkt der Aufnahme nicht sichtbar. Weitere gemeldeten Phänomene an diesem Ort bestehen in der Regel aus Lichtkugeln, die über den Grabsteinen schweben. Eines der bekanntesten Geisterfotos weltweit ist das von The Brown Lady 1936. Es zeigt den Geist einer Frau auf der Treppe von Raynham Hall in Norfolk, England. Bis heute gilt das Foto als Rätsel.  Es wurde vermutet, dass es sich um Dorothy Townshend handelt, die in dem Gebäude mit ihrem Mann einst lebte – im 18. Jahrhundert. Er soll sie nach einem Seitensprung schwer mißhandelt haben. Verletzungen an denen sie schließlich starb. Das ist ebenfalls eines der berühmtesten Geistesfotos. Fast alle Experten sind sich sicher, dass es sich hierbei um eine legitime Aufnahme handelt. Mehrmals wurde überprüft, dass es sich um keine Doppelbelichtung oder andere Abnormität handelt. Weitere Geisterfotos: Ein pensionierter Geistlicher fotografierte 1966 die Tulpen-Treppe im Queen’s House in Greenwich. Auf dem Bild ist eine verhüllte Gestalt zu sehen, die sich am Geländer hochzieht. Ein 1963 gemachtes Foto aus einer Kirche in North Yorkshire zeigt eine über zwei Meter große, maskierte Gestalt vor dem Altar. Experten konnten damals keine Manipulation nachweisen. Besonders rätselhaft ist auch das berühmte Foto des «Goddard’s Squadron» («Geschwader von Goddard»). Auf dem Foto von 1919 ist die Truppe von Sir Victor Goddard zu sehen. Die britischen Männer hatten zuvor an Board der «HMS Daedalus» im Ersten Weltkrieg gedient. Zum Zeitpunkt der Aufnahme erschien den Soldaten alles normal – bis man nach der Entwicklung des Fotos einen «zusätzlichen» Mann entdeckte. Sein Gesicht taucht schräg hinter einem Kollegen auf (oberste Reihe, vierter Mann von links). Beim «Geistermann» soll es sich um Freddy Jackson handeln – dieser war aber eigentlich vier Tage zuvor verstorben. Jackson war ein Flugzeugmechaniker, der versehentlich von einem Flugzeugpropeller getroffen wurde und starb. Seine Beerdigung fand am Tag der Aufnahme des Bildes statt. Laut den zahlreichen Erzählungen haben ihn Kollegen auf dem Bild eindeutig wiedererkannt. Es gibt bis heute noch keine (verifizierte) Erklärung für dieses Foto.  Der englische Elektroingenieur Thomas Leonard Taylor ( geb. 1916) aus Wolvershampton hat am 19.08.1957 zwischen 10:30 und 11 Uhr in der Kathedrale von Winchester eine Aufnahme gemacht,  mit einer deutschen Kleinbildkamera auf Farbfilm bei Einstellung  auf Unendlich. Obwohl sich später das Bild als überbelichtet, verwackelt und unscharf erwies, konnte man auf ihm nicht weniger als 13 Geistergestalten in der Tracht der Tudorzeit (vor 400 Jahren) zweifelsfrei erkennen. Obwohl Wissenschaftler Geisterphotographie für Humbug halten, ist es aber nicht ausgeschlossen, dass zur Geisterphotographie eine gewisse Veranlagung des Experimentators erforderlich ist. In dem Sinne, das Geistwesen aus ihm das zu ihrer Verstofflichung nötige Material (Od) leichter entbinden können, wie beim Durchschnittsmenschen.