Seltsame Lebewesen

Die Erde ist Heimat für viele seltsame, skurrile Lebewesen.

Nacktmulle leben in großen unterirdischen Bauten in den Halbwüsten Ostafrikas, speziell im Süden Äthiopiens, in Kenia und Somalia. Die Art lebt in großen Kolonien in Eusozialität und zeigt mit dieser Staatenbildung ein bei Säugern sehr seltenes Verhalten.Der kleine ostafrikanische Nager besitzt gleich mehrere Superkräfte. Da ist zum einen die enorm hohe Lebenserwartung. Ein Nacktmull kann bis zu 30 Jahre alt werden – kein anderer Nager wird so alt. Zweitens können Nacktmulle praktisch nicht an Krebs erkranken. Ihr Körper verfügt über einen Schutzmechanismus, der unkontrolliertes Zellwachstum verhindert. Das Genreparatursystem und die Proteinstabilität bei Nacktmullen ist offenbar sehr gut ausgebildet. Eine Studie aus dem Jahr 2013 legt als Ursache eine spezielle Version des Glykosaminoglykans Hyaluronsäure nahe, die etwa fünfmal so groß ist wie beim Menschen oder Nagetieren und mit dem Zellunterscheidungscluster CD44 interagiere, das eine frühzeitige Erkennung von Krebszellen (und eine gesteigerte Kontaktinhibition) erlaube. Das extrazelluläre kettenförmige Glykosaminoglykan Hyaluronsäure werde zudem wesentlich langsamer abgebaut als bei anderen Tierarten oder dem Menschen. Als weitere Ursache für den Krebsschutz der Nacktmulle wird seit langem auch das Blutprotein Alpha2-Makroglobulin (A2M) u. a. an der Universität Leipzig erforscht. Vermutlich unterbricht es die Signalwege, die gesunde Zellen veranlassen, sich in Krebszellen zu verwandeln. Es kommt auch im Menschen vor, seine Konzentration nimmt aber hier ab dem Alter von 20 Jahren kontinuierlich ab. Beim Nacktmull hingegen bleibt sie lebenslang konstant hoch. Außerdem sind die Tiere nahezu schmerzunempfindlich. Ihnen fehlen bestimmte Moleküle in der Haut, die bei anderen Säugern für die Schmerzwahrnehmung zuständig sind.
Der Axolotl  ist ein rein aquatisch lebender mexikanischer Schwanzlurch, der natürlicherweise nur als Dauerlarve auftritt. Axolotl erreichen die Geschlechtsreife, ohne ihre äußere Larvengestalt zu verändern und eine bei Amphibien sonst übliche Metamorphose zu durchlaufen. Dieses Phänomen wird als Neotenie bezeichnet. Ursache der neotenen Entwicklung des Axolotl ist eine evolutionär erworbene Veränderung der Schilddrüsenfunktion: Die für die Metamorphose der meisten Amphibien verantwortlichen Hormone werden beim Axolotl nicht ausgeschüttet. Kiemenäste am Hals, die an kleine Bäume erinnern, große Kulleraugen und ein riesiges, breites Maul: Der Axolotl wirkt wie aus einer anderen Welt. Und das ist längst nicht alles. Der rätselhafte Schwanzlurch aus Mexiko besitzt eine unglaubliche Superkraft. Er kann seine zerstörten Gliedmaße und Organe reparieren – sogar Teile des Gehirns und Herzens. Die Regenerate sind in der Regel keine Verkrüppelungen, sondern vollständig und funktionstüchtig. Nach einer Verwundung bildet sich ein Wundepithel, das auch darunterliegendes Gewebe zur Heilung veranlasst. Nach wenigen Tagen bildet sich bei verlorenen Körperteilen eine Art Regenerationsknospe, aus welcher das Körperteil nachwächst. Wie genau das gelingt, ist noch nicht klar. 
Bärtierchen sind wundersame Wesen. Die winzigen, oft weniger als einen Millimeter großen Wasserbewohner überleben tiefste Minusgrade, extreme Hitze und kosmische Strahlung. Ihr Trick: Bei Hitze trocknen sie aus, bei Kälte frieren sie ein.  Diese  Eigenschaft der Tiere wird Kryptobiose genannt, ein todesähnlicher Zustand, in dem sie extreme Umweltbedingungen überdauern können. Bärtierchen leben weltweit im Meer, Süßwasser oder in feuchten Lebensräumen an Land. Siepflanzen sich meistens geschlechtlich fort. Manche Arten vermehren sich aber auch parthenogenetisch, das heißt ohne Beteiligung von Männchen; die Eier der Weibchen entwickeln sich in diesem Fall ohne Befruchtung.  Bärtierchen sind wundersame Wesen. Die winzigen, oft weniger als einen Millimeter großen Wasserbewohner überleben tiefste Minusgrade, extreme Hitze und kosmische Strahlung. Ihr Trick: Bei Hitze trocknen sie aus, bei Kälte frieren sie ein. Sie fallen sozusagen in einen Dornröschenschlaf. Auf diese Weise kommen sie jahrzehntelang ohne Nahrung aus – bis ein Tröpfchen Wasser die Lebensfunktionen der winzigen Wasserbären wieder aktiviert. 
Der Dugong hält sich fast ausschließlich im Salzwasser auf. Sein heutiges Verbreitungsgebiet umfasst die Küsten des Indischen Ozeans und Teile des Westpazifiks. Der Dugong wird bis zu vier, meist drei Meter lang und erreicht ein Gewicht von 230 bis 900, meist 400 Kilogramm. Über die Lebensweise der Dugongs ist noch nicht viel bekannt, da sie scheu sind und bei jeder Störung fliehen. Dungongs  haben speziell als ausgewachsene Tiere kaum natürliche Feinde haben, obwohl beobachtet wurde, dass selbst große Dugongs von Schwertwalen und Haien attackiert wurden. Außer durch ihre Größe werden Dugongs auch durch eine robuste Haut, eine dichte Knochenstruktur und ein stärker gerinnungsfähiges Blut geschützt, das Wunden schnell verschließt. Außerdem wurden bereits Dugongs im seichten Wasser beobachtet, die zusammen einen Hai mit ihren Schnauzen wegschoben und somit in Zusammenarbeit einem Feind entrannen – ein hoch entwickeltes Sozialverhalten. Dugongs sind rein herbivor (pflanzenfressend) und ernähren sich von Seegras. Dugongs sind im Wesentlichen sesshafte Tiere, deren Streifgebiete nur wenige Dutzend Quadratkilometer Größe aufweisen. Gelegentlich begeben sich Dugongs jedoch auf plötzliche, hunderte Kilometer lange Wanderungen, deren Gründe noch nicht vollständig bekannt sind. 
Die Blaue Ozeanschnecke (Glaucus atlanticus) ist eine Fadenschnecke die im uferfernen Freiwasserbereich oberhalb der Bodenzone an der Meeresoberfläche lebt und Nesseltiere frisst. Die Tiere kommen ungiftig zur Welt, nutzen aber durch Beutetiere (wie die Portugiesische Galeere) gewonnene Kleptocniden zur Verteidigung gegen Fressfeinde. Die Schnecken können die von diesen in deren Nesselzellen (Nematocyten) gebildeten Nesselkapseln übernehmen. Nicht selbst gebildete, sondern derart übernommene Nesselkapseln werden als gestohlene Nesselkapseln bezeichnet. Die übernommenen Kapseln bieten Schutz gegen Fressfeinde. Die Nematocyten werden bei der Nahrungsaufnahme mitgefressen, die darin enthaltenen Nesselkapseln aber nicht verdaut, sondern an der Körperoberfläche eingelagert, innerhalb von spezialisierten Körperzellen, gesammelt in besonderen Organen oder einfach in der Epidermis. Es ist unbekannt, wie die Nesselkapseln daran gehindert werden zu explodieren, während die giftigen Zellen der Quallen gefressen werden. Durch diese Nahrungsaufnahme wird der Körper von Glaucus atlanticus selbst giftig. Je nach Menge der eingelagerten Substanz kann er dabei noch gefährlicher als seine Beutetiere werden. 
Rippenquallen (Ctenophora) gelten als einer der ältesten Tierstämme der Welt.Im Gegensatz zu echten Quallen besitzen sie keine giftigen Nesselkapseln. Stattdessen fangen sie ihre Beute mit klebrigen Colloblasten (Lassozellen) an ihren Tentakeln. ie bewegen sich mithilfe von acht Reihen kleiner Wimpernplättchen (Cilien) fort, die wie Kämme angeordnet sind. Diese brechen das Licht, was zu einem charakteristischen Regenbogen-Schimmern führt. Viele Arten können bei Berührung oder Wellengang im Dunkeln leuchten, um Fressfeinde zu irritieren. Einige Arten (wie Mnemiopsis leidyi) können nach Verletzungen mit anderen Individuen zu einem einzigen Organismus verschmelzen. Forscher entdeckten, dass bestimmte Arten bei Stress in ein früheres Larvenstadium zurückkehren können, was als eine Art biologische Verjüngung gilt. Die bekannteste Art, die Meerwalnuss (Mnemiopsis leidyi), ist als invasive Art gefürchtet. Da sie in heimischen Gewässern kaum natürliche Feinde hat und massenhaft Plankton sowie Fischlarven frisst, kann sie ganze Ökosysteme verändern. Für den Menschen sind sie jedoch völlig ungefährlich, da sie keine Hautirritationen auslösen. 
Der Gürtelmull (Chlamyphorus truncatus), auch als Rosa Feengürteltier bekannt, ist mit einer Körperlänge von nur etwa 12 bis 15 Zentimetern die kleinste Gürteltierart der Welt. Das auffälligste Merkmal des Gürtelmulls ist sein rosafarbener Rückenpanzer, der im Gegensatz zu anderen Gürteltierarten nur lose am Körper befestigt ist. Das Tier wiegt lediglich etwa 100 bis 120 Gramm. Gürtelmulle führen ein sehr verborgenes Leben und werden aufgrund ihrer Seltenheit nur selten in freier Wildba hn beobachtet. Sie bevorzugen sandige Böden, in denen sie effizient graben können, und verbringen den Großteil ihrer Zeit unter der Erde.
Seefledermäuse (Ogcocephalidae) sind skurrile, bodenbewohnende Fische, die weltweit in tropischen und subtropischen Meeren vorkommen. Ihr Körper ist meist stark abgeplattet, oft dreieckig oder rundlich und mit stacheligen Hornplatten gepanzert. Seefledermäuse sind reine Bodenbewohner (Benthos), die meist in größeren Tiefen leben. Sie bevorzugen Tiefen ab 100 Metern, manche leben sogar in über 1.000 Metern Tiefe. Sie besitzen beinähnliche Brust- und Bauchflossen, auf denen sie sich schrittweise über den Grund bewegen. Wie ihre Verwandten, die Anglerfische, besitzen sie über dem Maul eine „Angel“ (Illicium), mit der sie Beute anlocken. Als Raubfische fressen sie kleine wirbellose Tiere wie Krebse, Schnecken, Muscheln, Würmer und gelegentlich kleine Fische. Sie sind eher träge Lauerjäger, die bewegungslos am Boden verharren und darauf warten, dass Beute in Reichweite ihres Angelorgans kommt. Einige Arten, wie die Galapagos-Seefledermaus (Ogcocephalus darwini), sind für ihre leuchtend roten Lippen bekannt.
Das Dikdik (Madoqua) ist eine der kleinsten Antilopenarten der Welt. Es lebt vor allem in den trockenen Buschlandschaften und Savannen Ost- und Südwestafrikas. Mit einer Schulterhöhe von etwa 30 bis 40 cm und einem Gewicht von lediglich 3 bis 7 kg sind sie kaum größer als ein Feldhase. Als reine Pflanzenfresser bevorzugen sie Laub, Triebe, Früchte und Beeren. Den Großteil ihres Wasserbedarfs decken sie über die Nahrung, sodass sie fast nie trinken müssen. Dikdiks leben streng monogam in festen Paaren und verteidigen gemeinsam ihr Revier. Sie markieren ihr Territorium mit einem klebrigen Sekret aus Drüsen unterhalb der Augen. Aufgrund ihrer geringen Größe haben sie viele Fressfeinde (wie Leoparden, Greifvögel oder Pythons). Sie sind extrem wachsam, flink und erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h.
Die Große Wabenkröte (Pipa pipa), ist ein faszinierendes wasserlebendes Amphib aus Südamerika. ie hat einen extrem flachen, fast rechteckigen Körper, einen dreieckigen Kopf und keine Zunge. Ihre Haut erinnert an welkes Laub, wodurch sie im Bodenschlamm perfekt getarnt ist. Sie bewohnt trübe, stehende oder langsam fließende Gewässer im Amazonas- und Orinoco-Becken. Als Lauerjäger frisst sie Würmer, Insekten, Krebstiere und kleine Fische, die sie mit ihren sternförmigen Fingerspitzen ertastet und ins Maul stopft. Ihr Paarungsprozess gehört zu den spektakulärsten im Tierreich: Das Paar vollzieht im Wasser Loopings. In der Rückenlage gelangen die Eier auf den Bauch des Männchens. Beim anschließenden „Purzelbaum“ drückt das Männchen die befruchteten Eier auf den Rücken des Weibchens. Die Haut des Weibchens schwillt an und umwächst die Eier, bis diese in kleinen Taschen (Waben) liegen. Nach etwa 12 bis 20 Wochen schlüpfen keine Kaulquappen, sondern direkt fertig entwickelte Miniatur-Kröten aus der Rückenhaut der Mutter. Weibchen werden deutlich größer als Männchen und können eine Länge von bis zu 20 cm erreichen.
Der Nasenaffe (Nasalis larvatus) ist ein bizarrer Primat, der ausschließlich auf der südostasiatischen Insel Borneo vorkommt. Seine markante Nase ist ein klassisches Beispiel für sexuelle Selektion, Weibchen bevorzugen Männchen mit besonders großen Nasen. Die Nase dient als Verstärker für Rufe, um Rivalen einzuschüchtern und die Gruppe vor Gefahren zu warnen. Die Art lebt in küstennahen Regionen, Mangroven- und Sumpfwäldern, meist in unmittelbarer Nähe von Wasser. Nasenaffen gelten als die besten Schwimmer unter den Primaten. Sie besitzen Schwimmhäute zwischen den Zehen und können bis zu 20 Meter tief tauchen. Sie fressen fast ausschließlich Blätter, Samen und unreife Früchte. Reife Früchte meiden sie, da der Zucker in ihrem komplexen, mehrkammrigen Magen tödliche Blähungen verursachen könnte. Der Nasenaffe wird von der IUCN als stark gefährdet (Endangered) eingestuft. Die Hauptbedrohungen sind der Verlust des Lebensraums durch Palmölplantagen sowie illegale Jagd.
Der schwarze Pacu (Tambaqui) ist ein südamerikanischer Süßwasserfische, der eng mit den Piranhas verwandt sind, sich jedoch hauptsächlich vegetarisch von Nüssen und Früchten ernährt. In der Hochwassersaison schwimmen Pacus in die überschwemmten Waldgebiete, um herabfallende Früchte und Nüsse zu fressen. Unverdaute Samen werden über weite Strecken transportiert und mit dem Kot ausgeschieden, was die Ausbreitung und Keimung vieler Baumarten ermöglicht. Studien zeigen, dass Pacus Samen bis zu 12 Tage im Darm behalten und über Distanzen von mehreren Kilometern (bis zu 5 km) transportieren können. Das Gebiss des Pacu ist ein faszinierendes Beispiel für konvergente Evolution, da seine Zähne denen des Menschen verblüffend ähnlich sehen. Im Gegensatz zu den scharfen, dreieckigen Reißzähnen ihrer Verwandten, der Piranhas, besitzen Pacus flache, quadratische Zähne, die menschlichen Backenzähnen (Molaren) ähneln. Um extrem harte Nüsse (wie z. B. Gummibaumsamen) zu öffnen, verfügen Pacus über eine enorme Kiefermuskulatur, die eine deutlich höhere Druckkraft erzeugt als das Gebiss eines Fleischfressers.
Der Clown-Fangschreckenkrebs (Odontodactylus scyllarus), ist eines der faszinierendsten und zugleich gefährlichsten und aggressivsten Tiere der Meere. Er beherrscht den sogenannten Killer-Schlag.  Seine Fangbeine beschleunigen dazu mit der Geschwindigkeit einer Pistolenkugel (ca. 80 km/h). Die Wucht von bis zu 1.500 Newton kann Glas zertrümmern und Krebspanzer knacken. Der Schlag ist so schnell, dass das Wasser kurzzeitig verdampft. Wenn diese Dampfblasen implodieren, entsteht eine Schockwelle (Kavitation), die Beutetiere selbst dann betäubt, wenn der Krebs sie knapp verfehlt. Die Krebsart besitzt die komplexesten Augen im Tierreich mit 12 bis 16 verschiedenen Farbrezeptoren (Menschen haben nur 3). Er kann UV-Licht, Infrarot und zirkular polarisiertes Licht sehen. Die Tiere werden etwa 15 bis 18 cm groß und fallen durch ihre extrem bunten Farben (grün, blau, rot, orange) auf. Er lebt in den warmen Gewässern des Indopazifiks, meist in U-förmigen Höhlen in Korallenriffen oder auf Sandböden. Als Lauerjäger frisst er vor allem hartschalige Tiere wie Schnecken, Muscheln und Krabben, aber auch Fische. Die intelligenten Krebse gelten als sehr lernfähig, können Artgenossen individuell erkennen und zeigen ein ausgeprägtes Sozialverhalten.
Der Kakapo (Strigops habroptila) ist  der einzige flugunfähige, nachtaktive und schwerste Papagei der Erde. Er erreicht ein Gewicht von bis zu 4 kg und eine Größe von ca. 60 cm. Sein Gefieder ist moosgrün gemustert, was ihm eine perfekte Tarnung im Wald bietet. Er lebt ausschließlich in Neuseeland. Kakapos sind Einzelgänger und verbringen den Tag in Höhlen oder unter Baumstämmen. Nachts suchen sie am Boden oder kletternd in Bäumen nach Nahrung. Sie leben rein pflanzlich (Herbivoren) und fressen Blätter, Früchte, Samen und Wurzeln. Besonders markant sind die „Kaukugeln“ – faserige Überreste von Pflanzen, die sie aussaugen. Bei Gefahr erstarrt der Kakapo völlig, was ihn früher vor Greifvögeln schützte, ihn heute aber zur leichten Beute für eingeschleppte Säugetiere macht. Der Kakapo ist vom Aussterben bedroht. Die Vögel leben heute fast ausschließlich auf raubtierfreien Inseln wie Codfish Island (Whenua Hou) und Anchor Island (Pukenui).
Der Glasflügelfalter (Greta morgane) hat fast vollständig transparente Flügel, die Licht kaum reflektieren. Auf den transparenten Bereichen der Flügel befinden sich winzige, säulenförmige Erhebungen (Nanopfeiler). Diese Strukturen sind unregelmäßig angeordnet und kleiner als die Wellenlänge des sichtbaren Lichts. Anstatt das Licht abrupt abzuprallen, sorgt diese Struktur für einen fließenden Übergang des Brechungsindex zwischen Luft und Flügelgewebe. Das Licht geht fast ungehindert hindurch, anstatt reflektiert zu werden. Diese Transparenz dient der Tarnung vor Fressfeinden wie Vögeln. Ein besonderes Merkmal dieser Falter ist, dass die Transparenz erhalten bleibt, egal aus welchem Winkel man auf den Flügel schaut. Der Glasflügelfalter ist in den tropischen und subtropischen Regenwäldern von Mexiko über Mittelamerika bis nach Panama beheimatet. Der Falter ernährt sich bevorzugt vom Nektar von Pflanzen wie dem Wandelröschen. Die Raupen fressen Nachtschattengewächse und nehmen dabei Giftstoffe (Alkaloide) auf, die sie und die späteren Falter für Angreifer ungenießbar machen.
Greifstachler (Coendou) sind baumbewohnende Nagetiere, die in  den tropischen Wäldern von Südmexiko bis nach Nordargentinien beheimatet sind. Ihr markantestes Merkmal ist der lange Greifschwanz, den sie im Gegensatz zu vielen anderen Säugetieren nach oben einrollen, um sich sicher in den Baumkronen festzuhalten. Die Tiere erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von 30–60 cm bei einem fast ebenso langen Schwanz. Ihr Körper ist mit kurzen, dornenartigen Stacheln bedeckt, die an den Enden oft kleine Widerhaken besitzen. Greifstachler sind langsame, aber extrem sichere Kletterer. Sie nutzen ihre vier Extremitäten und den Greifschwanz als „fünf Greiforgane“. Die Tiere sind strikt nachtaktiv und verbringen den Tag meist zusammengerollt in Baumhöhlen oder dichten Astgabeln. Sie leben rein vegetarisch von Blättern, Knospen, Früchten, Rinde und Samen. Untereinander gelten sie als eher streitsüchtig und kommunizieren durch Rufe, die an das Wimmern oder Schreien kleiner Kinder erinnern.
Ameisenwespen (Mutillidae) sind keine Ameisen, sondern Wespen, die aufgrund der dichten, oft farbenprächtigen Behaarung der Weibchen auch als Spinnenameisen bezeichnet werden. Die Weibchen sind stets flügellos und ähneln optisch großen Ameisen. Ihr Körper ist oft lebhaft in Rot, Orange oder Gelb auf schwarzem Grund gefärbt, was als Warnsignal (Aposematismus) dient. Sie besitzen zudem ein extrem hartes Exoskelett und einen sehr langen Stachel. Die Männchen besitzen meist Flügel und sehen eher wie typische Wespen aus. Sie haben keinen Stachel. Ameisenwespen leben solitär (einzelgängerisch). Die Weibchen suchen die Nester anderer Insekten auf – meist bodennistende Wildbienen, Grabwespen oder Hummeln. Dort legen sie ihre Eier an die Larven oder Puppen der Wirte ab. Die Larven der Ameisenwespe schlüpfen und ernähren sich als Parasitoide von den Wirtslarven, bis diese absterben. Die amerikanische Art Dasymutilla occidentalis trägt den Beinamen Kuhkiller, da ihr Stich extrem schmerzhaft ist (Stufe 3 bis 4 auf dem Schmidt-Pain-Index). Trotz des starken Schmerzes ist das Gift für den Menschen in der Regel nicht lebensgefährlich und weniger toxisch als das von Honigbienen. Bei Bedrohung können Ameisenwespen ein quietschendes Geräusch (Stridulation) erzeugen, um Angreifer zu warnen.
Das Babirusa ist eine außergewöhnliche Wildschweinart, die ausschließlich auf den indonesischen Inseln Sulawesi, den Togian-Inseln, Buru und den Sula-Inseln vorkommt. Die Männchen besitzen zwei Paare von Eckzähnen. Die oberen Hauer durchbrechen die Haut des Nasenrückens und krümmen sich bogenförmig nach hinten. Manchmal wachsen diese in einem Bogen wieder in den Kopf der Schweine hinein, wo sie das Tier schlussendlich sogar töten können. Die Tiere bevorzugen tropische Regenwälder und sumpfige Gebiete. Als Allesfresser ernähren sie sich von Blättern, Wurzeln, Früchten, Beeren sowie gelegentlich Insekten und Aas. Im Gegensatz zu anderen Schweinen wühlen sie nur selten im Boden nach Nahrung. Babirusas haben mit meist nur ein bis zwei Ferkeln pro Wurf deutlich kleinere Würfe als andere Wildschweine. Alle Arten des Babirusas gelten als gefährdet oder stark gefährdet.
Der Helmkasuar (Casuarius casuarius) ist ein flugunfähiger Laufvogel, der in den tropischen Regenwäldern von Neuguinea und Nordost-Australien beheimatet ist. Er gilt aufgrund seiner bis zu 10 cm langen, dolchartigen Krallen und seiner Verteidigungssprünge als einer der gefährlichsten Vögel der Welt. Er kann eine Höhe von bis zu 1,90 m erreichen und bis zu 85 kg wiegen. Weibchen sind im Durchschnitt deutlich größer und schwerer (ca. 58 kg) als Männchen (ca. 30 kg). Markant ist der namensgebende knöcherne Helm auf dem Kopf, der den Vogel beim Laufen durch dichtes Unterholz schützt. Sein Gefieder ist schwarz und eher haarähnlich, während Hals und Kopf leuchtend blau und rot gefärbt sind. An der Innenzehe jedes Fußes besitzt er eine bis zu 10 cm lange, scharfe Kralle, die er bei Angriffen wie einen Dolch einsetzt. Kasuare sind scheue Einzelgänger und primär Fruchtfresser. Da sie die Samen der Früchte unbeschädigt ausscheiden, gelten sie als „Gärtner des Regenwaldes“, die zur Verbreitung vieler Pflanzenarten beitragen. Gelegentlich fressen sie auch kleine Tiere wie Schlangen oder Frösche. Obwohl sie flugunfähig sind, können sie Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h erreichen und sehr gut springen. Nach der Paarung legt das Weibchen drei bis acht Eier in ein vom Männchen gebautes Bodennest und zieht dann weiter. Das Männchen bebrütet die Eier etwa zwei Monate lang allein und kümmert sich anschließend noch rund neun Monate um die Jungtiere. In Australien gilt der Bestand mit nur noch etwa 1.500 bis 2.000 Tieren als stark gefährdet.

Der Mimik-Oktopus (Thaumoctopus mimicus) ist ein Meister der Täuschung. Er imitiert aktiv das Aussehen und die Bewegungen anderer Meeresbewohner, um Fressfeinde abzuschrecken oder Beute zu überlisten. Er kann bis zu 15 verschiedene Tierarten (z. B. Rotfeuerfische, Plattfische oder Quallen) simulieren. Er wählt seine Tarnung basierend auf der aktuellen Bedrohung aus. Wird er beispielsweise von einem Riffbarsch angegriffen, imitiert er eine Seeschlange (einen natürlichen Feind des Barsches), indem er sechs Arme in einer Höhle versteckt und die restlichen zwei wie eine Schlange windet. Er bevorzugt flache, sandige Gebiete im Indopazifik (z. B. Indonesien, Malaysia). Die Tiere haben eine Gesamtlänge von bis zu. 60 cm und besitzen keine Knochen, was extreme Flexibilität ermöglicht; Außerdem haben sie drei Herzen und acht Arme mit „Mini-Gehirnen“. Sie  nutzen spezialisierte Hautzellen (Chromatophoren) für Farbwechsel.  Dieser wird direkt über das Nervensystem gesteuert. Das ermöglicht dem Tier, seine Farbe in weniger als einer Sekunde zu ändern. Um die Illusion perfekt zu machen, verändert der Mimik-Oktopus auch seine körperliche Struktur. Er nutzt dazu Papillen – bündelweise Muskeln in der Haut. Durch gezielte Kontraktion kann er seine Haut von völlig glatt (wie Sand) auf extrem stachelig oder warzig (wie eine Koralle oder ein Stein) umstellen. Da er keine Knochen hat, ist diese Verformung fast grenzenlos..