Stonehenge
Steinkreise gibt es weltweit. Die überwiegende Mehrheit der Steinkreise liegt jedoch auf den Britischen Inseln.Die meisten davon befinden sich in Schottland (508). Es gibt auf der Insel Irland 343; 316 in England; 81 in Wales; 49 in der Bretagne (Frankreich); und sechs auf den Kanalinseln. Auch in Deutschland gibt es Steinkreise, wie den Boitiner Steintanz in Mecklenburg-Vorpommern, und in Österreich auf dem Hochplateau Tschengla in Vorarlberg. Es gibt auch Steinkreise in anderen Teilen Europas, zum Beispiel den Cromlech von Almendres in Portugal, einen der größten in Europa. Jüngere Steinkreise finden sich in der Schweiz und in Skandinavien. Die sogenannten prädynastischen Steinkreise von Nabta-Playa in der Sahara sind noch unerforscht.. Auch in den Berbergebieten im Süden Marokkos (z. B. bei Taouz) finden sich kleinere Steinkreise. Im Senegal und in Gambia finden sich etwa 50 Senegambische Steinkreise. Im Norden Liberias wurde mindestens ein Exemplar entdeckt. In England aber liegt einer der geheimnisvollsten Steinkreise. Stonehenge ist der wohl berühmteste Steinkreis der Welt und zieht Besucher magisch in seinen Bann. Stonehenge ist ein 5300 Jahre altes Megalith-Bauwerk der Jungsteinzeit nahe dem Avon bei Amesbury, Süd-England. Zahlreiche Legenden ranken sich um dieses imposante neolithische Monument. Immer wieder kommen neue Erkenntnisse zu Tage, die einen winzigen Zipfel des Schleiers lüften, der über Stonehenge liegt. Heute weiß man, dass Stonehenge in Phasen errichtet wurde. Um 3.000 v. Chr. gab es an dieser Stelle einen kreisförmigen Wall, einen Graben und 56 Löchern in der Erde. Erst 600 Jahre später brachte man auf bislang ungeklärte Art und Weise die bis zu 50 Tonnen schweren Sarsensteine nach Stonehenge.
Die kleineren Basaltsteine, das haben frühere Studien ergeben, stammen aus etwa 200 Kilometer entfernten Steinbrüchen im heutigen Wales. Die großen Felsblöcke sollen laut einer aktuellen Studie aus dem „West Woods“ genannten Hügelland kommen, das rund 25 Kilometer nördlich von Stonehenge liegt. Darüber, wie die frühen Briten die Felsbrocken zu ihrem Bestimmungsort transportiert haben, kann man nur spekulieren. „Eventuell könnten sie Baumstämme als Rollen unter die Steine bugsiert haben“. Vielleicht wurden sie auch auf Schlitten gezogen. Die Antwort liegt im Dunkeln.
1 = Der Altarstein , 2 = Schubkarre ohne Bestattung , 3 = „Schubkarre“ (ohne Bestattung), 4 = Der gefallene Schlachtstein , 5 = Der Fersenstein , 6 = Zwei von ursprünglich vier Stationssteinen, 7 = Graben, 8 = Inneres Ufer, 9 = Äußeres Ufer , 10 = Die Allee, ein paralleles Paar von Gräben und Ufern, die 3 km zum Fluss Avon führen , 11 = Ring mit 30 Gruben, genannt Y-Löcher , 12 = Ring mit 29 Löchern, genannt Z-Löcher , 13 = Kreis mit 56 Löchern, bekannt als Aubrey-Löcher, 14 = kleinerer südlicher Eingang.
Der britische Geschichtsschreiber und Gelehrte Geoffrey von Monmouth erwähnt den Steinkreis in seiner etwa um 1135 verfassten Geschichte der Könige Britanniens. Er hält den mythischen Zauberer Merlin für den Erbauer des Monuments. Ein weiterer Historiker, der italienische Humanist Polydor Vergil (1470–1555) hielt Stonehenge ebenfalls für ein Denkmal, das der Zauberer Merlin zur Zeit der Eroberung Englands durch die Angelsachsen mithilfe seiner magischen Kräfte errichtet habe. Die heutige Forschung lehnt eine übernatürliche Entstehung der Anlage ab. Nach den neuesten Theorien wird vermutet, dass Stonehenge das Zentrum von verstreut liegenden rituellen Monumenten war, das im Laufe der Zeit zunehmend erweitert wurde. Dies wurde auch durch entsprechende Grabungsprojekte in der näheren Umgebung von Stonehenge bestätigt. In benachbarten Grabhügeln wurden z. B. diverse Bronzegegenstände gefunden. Stonehenge besteht aus einem ringförmigen Erdwall, in dessen Inneren sich verschiedene, um den Mittelpunkt gruppierte, bearbeitete Steine (Megalithen) befinden. Der äußere Kreis der Anlage bestand aus ehemals 30 stehenden, an ihrer Oberseite einen geschlossenen Ring aus 29 Segmenten tragenden Quadern, sowie einem Kreis weiter innen aus kleineren Doleriten (magmatisches Gestein aus Augit mit Feldspat – auch als Stonehenge-Stein bekannt), die eine hufeisenförmige Struktur von fünf Trilithen (Torbau, der aus zwei Tragsteinen und einem aufliegenden Deckstein besteht) umfassen, in deren Mitte der sogenannte Altarstein steht. Jeweils innerhalb des Hufeisens und Kreises standen zwei weitere der Form nach ähnliche Figuren: beide aus viel kleineren, aber ehemals doppelt so vielen Steinen. Ein Zugang im Nordosten durchbricht Graben und Wall; nahe diesem Eingang steht der Fersenstein, nicht weit davon der sog. Opferstein. Außerdem wurden 3 konzentrische Kreise aus Löchern innerhalb des Ringwalls angelegt und im größten davon 4 Menhire so stationiert, dass sie ein Rechteck bilden. Die Namensgebung der Steine ist wahrscheinlich willkürlich. Ob der eine tatsächlich als Altar gedient hat oder der Opferstein jemals als Hinrichtungsstätte benutzt wurde, ist unbekannt.
Der eigentliche Zweck dieser aufwendigen Anlage aus der Jungsteinzeit ist ungeklärt. Es existieren jedoch verschiedene Theorien: Begräbnisstätte, astronomisches Observatorium oder religiöser Tempel. Andere wiederum vermuten in Stonehenge geheimnisvolle Kraftzentren und erdmagnetische Felder. Am wahrscheinlichsten erscheint noch die Theorie, das Stonehenge ein Observatorium war und für äußerst komplexe Berechnungen und Voraussagen genutzt werden konnte. Stonehenge war im Grunde selbst ein riesiger Steinzeitcomputer. Der amerikanische Professor Gerald Hawkins, fertigte schon in den frühen sechziger Jahren eine gründliche Studie der zahlreichen Sichtlinien zwischen der Sonne und dem Mond sowie den verschiedenen Punkten des Steinkreises an. Als er seine Informationen in einen Computer fütterte, zeigten die verblüffenden Resultate, daß die Stätte in der Tat ein mächtiges Observatorium war. In einem Punkt stimmen alle Theorien überein. Den unbekannten Erbauern des Monuments ist es gelungen, die Hufeisen und die ihren Öffnungen senkrecht vorangestellten Steine exakt auf den damaligen Sonnenaufgang am Tag der Sommerwende auszurichten. Zur Sommersonnenwende geht die Sonne direkt über dem sogenannten „Fersenstein“ auf, wenn man, in der Mitte des innersten Kreises stehend, zum Eingang schaut. Welche Bedeutung der im Augenblick des Sonnenaufganges lange Schatten gehabt haben könnte, den der Fersenstein bei Sonnenaufgang u. a. auf den Altarstein warf, ist unbekannt.
In der Entwicklung der Stätte, die mehr als tausend Jahre umfasst, lassen sich jedenfalls drei verschieden Stadien unterscheiden. Die ersten Erbauer waren Menschen der jüngeren Steinzeit, die an der Stätte etwa um 2.700 v. Chr. gearbeitet haben. Sie legten den umgebenden Graben und Erdwall an und stellten den berühmten Heelstone auf, den Stein, der am Johannistag vom Mittelpunkt des Kreises aus eine Linie mit der aufgehenden Sonne bildet. Sie hoben auch die Aubrey-Löcher aus, benannt nach dem gleichnamigen Schriftsteller der sie entdeckt hat. Die Aubrey-Löcher sind ein Ring aus 56 Gruben innerhalb des Erdwalles von Stonehenge. Die Löcher bilden einen präzisen Kreis mit einem Durchmesser von etwa 87 Metern. Sie gehören zu den ältesten Teilen der Anlage und stammen aus der Zeit um 3000 v. Chr. Ihr eigentlicher Zweck ist unbekannt. Stonehenge II wurde etwa 800 Jahre spätervon dem sogenannten Töpfervolk gebaut, dass diesen Namen hat, weil es mit seinen Toten Tontöpfe begrub. Sie vollbrachten eine unglaubliche Leistung, indem sie über das Meer und die Wasserwege sechzig bis achtzig riesige Blausteine, ein jeder mit einem Gewicht von mehr als vier Tonnen, von den Prescelly-Bergen in Südwales nach Stonehenge beförderten, eine Strecke von bis zu dreihunderfünfzig Kilometern. Neuere Forschungen zeigen, dass der größte Blaustein, der Altarstein, aus dem Nordosten Schottlands (über 750 km Entfernung) stammt. Dann stellten diese Menschen in einem weiteren Kraftakt die Blausteine auf, um einen Doppelkreis innerhalb des früheren Runds zu bilden. Noch sensationeller war die Errichtung von Stonehenge III, wahrscheinlich um 1500 v. Chr., indem die riesigen Sandsteine, heutzutage die gewöhnliche Ansicht der Stätte, in ihre jetzige Lage gebracht wurden. Diese gewaltigen Sandsteinblöcke, von denen jeder bis zu fünfzig Tonnen wiegt, wurden über dreißig Kilometer von den Marlborough-Hügeln nach Norden befördert. All dies fand zu einer Zeit statt, als es noch keine Wagen mit Rädern gab. Wie die Erbauer von Stonehenge diesen Kraftakt bewerkstelligen konnten bleibt ein Rätsel.
In der Nähe von Stonehenge wurde ein weiteres Monument Europas entdeckt. Laut der Veröffentlichung im wissenschaftlichen Magazin Internet Archaeology handelt es sich dabei um eine Reihe von mindestens 20 Schächten mit einer Tiefe von bis zu fünf Metern und einem Durchmesser von bis zu zehn Metern. Die Schächte bilden einen Ring mit etwa zwei Kilometer Durchmesser um Durrington Walls. Durrington Walls war im 4. Jahrtausend v. Chr. die größte steinzeitliche Siedlung Nordeuropas und vor allem aufgrund seiner der größten jemals in Europa entdeckten Megalithreihen bekannt. Die Anlage liegt in der Grafschaft Wiltshire, nur etwa 2,5 km stromaufwärts des Avon von Stonehenge entfernt. Laut einer Pressemitteilung der University of St Andrews zeigt eine C-14-Datierung von Bohrkernen, dass die Schächte vor etwa 4.500 Jahren ausgehoben wurden. Welchen Sinn die Schächte hatten, ist unklar. Nach vorläufiger Meinung der Archäologen wird der Schachtkreis als Weg zu den Stätten im Inneren angesehen oder als Grenze für einen nicht näher bestimmbaren „Heiligen Bezirk.
Der Ring von Brodgar ist ein Henge auf den britischen Orkney-Inseln mit einer kreisförmigen Steinsetzung im Inneren. Mit einem Durchmesser von 104 m ist er größer als Stonehenge. Von den ursprünglich etwa 60 Steinen sind noch 27 erhalten. Er ist wahrscheinlich 2700 v. Chr. entstanden. Als Steinbruch, aus dem die Steine für die Ringe of Brodgar und Stennes ursprünglich stammen, wurde der Bereich von Vestra Fiold, ein nördlich von Skara Brae gelegener Hügel, identifiziert
Die Stones of Stenness sind ein neolithisches Henge-Monument, das sich auf der Insel Mainland der Orkney befindet. Sie sind etwa fünf Meter hoch, der höchste über 5,7 Meter, und maximal 30 cm dick. Angeordnet sind sie in einer Ellipse mit einem Durchmesser von 31,7 Metern. Von den 12 Steinen des inneren Kreises stehen heute noch vier. Die Aufrichtung der Steine wurde durch die Radiokohlenstoffdatierung auf das Jahr 3100 v. Chr. datiert, Stenness ist damit einer der frühesten Steinkreise Britanniens. Somit ist er zur gleichen Zeit wie „Maes Howe“ entstanden. Über den Zweck des Steinkreises lässt sich heute nichts Genaueres sagen. Wahrscheinlich diente er aber kultischen Zwecken. Bis heute ist es auch ungeklärt, wie die schweren Steine transportiert wurden. Der Steinbruch für die Steine ist aller Wahrscheinlichkeit nach Vestra Fiold, ein nördlich von Skara Brae gelegener Hügel. Hierzu gibt es hauptsächlich zwei Theorien: Die Steine wurden auf Holzstämmen gerollt, die immer wieder erneut vor den Stein gelegt wurden. Die Orkneys waren damals, im Gegensatz zu heute, noch etwas bewaldet. Die Steine könnten über das Meer verschifft worden sein.
Eine andere bekannte astronomische Stätte der Welt, Nabta Playa, wurde in Afrika erbaut und ist 2,000 Jahre älter als Stonehenge. Der 7,000 Jahre alte Steinkreis liegt in der Sahara im Süden Ägyptens, nahe der Grenze zum Sudan und diente zur Verfolgung der Sommersonnenwende und des jährlichen Beginns der Monsunzeit. Die unbekannten Erbauer der Stätte besaßen ein fortgeschrittenes Verständnis der Astronomie. In Mullumbimby, Australien, gibt es ein weiteres prähistorisches Stonehenge. Die Ältesten der Aborigines sagen, dass diese heilige Stätte, sobald sie wieder zusammengesetzt ist, alle anderen heiligen Stätten und Leylinien der Welt aktivieren kann.
Ein anderes noch älteres, etwa 9.000 Jahre altes Megalith-Bauwerk wurde in Atlit Yam einem untergegangenen jungsteinzeitliches Dorf 200 bis 400 m vor der Küste von Atlit in Israel entdeckt. Es handelt sich um eine der ältestens menchlichen Siedlungen der Welt. Neben einer Reihe rechteckiger Häuser (15), menschlichen Skeletten und einem Brunnen von 5,5 m Tiefe und 1,5 m Durchmesser entdeckten die Archäologen ein Halb-Steinkreis, 4.500 Jahre älter als Stonehenge, von 2,5 m Durchmesser aus sieben Megalithen, die zwischen 1,0 und 2,1 m hoch waren Im Zentrum wurde eine Süßwasserquelle gefunden. Die einzelnen Steine wiegen 1/2 Tonne, sechs der sieben Steine stehen tief im Boden eingelassen noch aufrecht. Westlich davon lag eine Reihe von Felsplatten von 0,7 bis 1,2 m Länge. Eine weitere, offenbar rituellen Zwecken dienende Struktur fand sich in Form dreier ovaler Steine, die von Furchen umgeben waren, die schematische, anthropomorphe Figuren darstellten. Auf einigen der Steine befanden sich sogenannte Cup-Markierungen, das sind Schälchen (Vertiefungen) zur Aufnahme von Flüssigkeiten. Die etwa 4 ha große Siedlung liegt heute 8,0 bis 12,0 m unter dem Meeresspiegel in der Bucht von Atlit an der Mündung des Flusses Oren. In der Jungsteinzeit (Neolithikum) lag die Küstenlinie etwa einen Kilometer weiter westlich. Das Ende der Eiszeit könnte der Grund für den Bau der Anlage gewesen sein. Erste Auswirkungen des Klimawandels zeigten sich in den Landstrichen östlich des Mittelmeers. In dieser Gegend entstanden erste Ackerbausiedlungen. Diese sogenannte Neolithische Revolution, auch bekannt als Erste Agrarrevolution, war der groß angelegte Übergang vieler menschlicher Kulturen während der Jungsteinzeit in Afro-Eurasien von einer Lebensweise des Jagens und Sammelns zu einer Lebensweise der Landwirtschaft und Sesshaftigkeit, wodurch eine zunehmend größere Bevölkerung möglich wurde. Doch die Ackerbauer hatten es nicht leicht, denn sie waren von den Launen der Natur abhängig. Bei einem Ernteausfall drohten Hungersnöte. Früher schob man diese Ereignisse auf den Unbill der Götter. Die Steinkreise wurden möglicherweise zur Besänftigung der Götter und zur Sicherung der Ernte angelegt. Gesichert ist ihre Nutzung für astronomische Beobachtungen. Viele Steinkreise waren auf Himmelsereignisse wie die Sonnenwende ausgerichtet, was sie zu astronomischen Kalendern machte. Als Atlit Yam wuchs wurden weitere 30 Brunnen, die alle von der Quelle im Steinkreis ausgingen, angelegt. Die Forscher rätseln immer noch warum die Siedlung verlassen wurde. Möglicherweise fiel sie einem vom Ätna ausgelösten Tsunami zum Opfer. Wahrscheinlicher ist jedoch die Aufgabe der Siedlung aufgrund einer zunehmenden Versalzung der Brunnen zur Versorgung mit Trinkwsser. Diese war Anfangs unbedeutet, verstärkte sich jedoch seit dem Ende der Eiszeit durch den Anstieg des Meerespiegels (13 mm pro Jahr). So gelangte immer mehr Salzwasser in die Brunnen. Das Wasser war nicht mehr trinkbar und die Siedlung musste aufgegeben werden. Die Menschen waren gezwungen ihre Heimat zu verlassen. Die Einwanderer breiteten sich ab etwa 6700 v. Chr. über den Balkan und das Mittelmeer aus und brachten Techniken wie Ackerbau, Viehzucht, Hausbau und ihre Traditionen, insbesondere ihre Zeremonialarchitektur, z. B. die Steinkreise mit. Aufgrund der Ähnlichkeit vermuten Forscher eine Verbindung des Steinkreises in Atlit Yam zum Stonehenge Steinkreis. Die Einwanderung nach England erfolgte wahrscheinlich indirekt über den europäischen Kontinent. Die Bauern der Jungsteinzeit breiteten sich schrittweise über Europa aus und erreichten auch die Insel. Die ersten Ackerbauern in Großbritannien sind möglicherweise Nachfahren der Bauern aus Atlit Yam.
Anmerkung des Autors: Möglicherweise sin die Steinkreisstätten Europas durch eine starke, rätselhafte Lebenskraft miteinander verbunden. Viele der Kreise sind so angelegt, daß sie mit bestimmten Punkten am Horizont und untereinander eine Linie bilden. Es scheint sogenannte Brachlinien zu geben, die eine mächtige und nutzbringende Energie durch das Land leiten. So sind etwa die Ley-Linien, hypothetische, gerade Kraftlinien, die als feinstoffliches Gitter die physische Landschaft durchziehen. Die „Brachlinien“ können hierbei als energetisch inaktive oder vergessene Abschnitte dieses Gitters verstanden werden. Die alten Steine sollen ihre energetischen Eigenschaften aber nicht vollständig verloren haben, auch wenn das System nicht mehr aktiv ist. Manche Photographien scheinen leichte Ausstrahlungen der Steine zu zeigen und bei verschiedenen Experimenten haben Leute behauptet, Stromstöße von den Steinen empfangen zu haben. Die Steine in Stonehenge bestehen aus zwei Hauptgesteinsarten: Den riesigen Sarsensteinen (Sandstein/Silcrete)und den kleineren Blausteinen (Dolerit, Rhyolith, Tuff). Sowohl Sandstein als auch Silcrete können aufgrund ihrer Zusammensetzung Piezoelektrizität erzeugen, allerdings ist der Effekt typischerweise schwach, kann von sensiblen Menschen aber vielleicht wahrgenommen werden. Sandstein besteht oft überwiegend aus Quarz (Siliziumdioxid SiO2). Wenn die piezoelektrischen Quarzkörner im Gestein geeignet ausgerichtet sind und unter Druck gesetzt werden, entsteht ein messbarer Piezoeffekt. Da Silcrete überwiegend aus Quarz (SiO2) besteht, erbt es dessen piezoelektrische Eigenschaften. Wenn Druck auf den silcretreichen Stein ausgeübt wird, verschieben sich die Ladungsschwerpunkte innerhalb der Kristallstruktur, was ebenfalls zu einer messbaren elektrischen Spannung führt (Piezoeffekt). Forscher haben ausserdem herausgefunden, dass die Anordnung der Steine Echos und spezifische akustische Effekte innerhalb des Kreises erzeugt. Schallenergie kann sich tatsächlich in elektrische Energie umwandeln. Schallwellen besitzen zwar eine geringe Energieintensität, die von sensiblen Menschen ebenfalls wahrgenommen werden kann.